CSU-Delegation auf Informationsbesuch bei der Polizeiinspektion - Besser vorbeugen
Einbrecher auf dem Vormarsch

Polizeiinspektionsleiter Werner Hanauer (vorne, Dritter von links) informierte eine Delegation der CSU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger (vorne, von links), Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer, über die Sicherheitslage in der Kreisstadt. Bild: bgm
Die allgemeine Steigerung bei der Anzahl von Wohnungseinbrüchen geht auch an der Polizeiinspektion (PI) Neustadt nicht vorüber. 2013 waren acht Wohnungseinbrüche zu beklagen. Besonders bitter daran: Keine der Straftaten konnte aufgeklärt werden. Im Jahr 2014 ist es schon zu 14 Einbrüchen gekommen. Immerhin vier Beutezüge klärten die Ordnungshüter auf.

In einem Fall handelte es sich um eine gewerbsmäßig agierende Bande, in den drei weiteren Fällen waren Einzeltäter am Werk. Inspektionsleiter Werner Hanauer informierte eine Delegation der CSU-Kreistagsfraktion über die aktuellsten Entwicklungen im Inspektionsgebiet.

Die Kommunalpolitiker um Fraktionsvorsitzenden Stephan Oetzinger nutzten das Informationsgespräch, um sich für die Arbeit der Polizeibeamten zu bedanken und sich nach Problemen zu erkundigen. "Momentan kann der Dienstbetrieb gut aufrecht erhalten werden", bilanzierte Hanauer. In den kommenden Jahren würden jedoch einige Kollegen in den Ruhestand gehen. "Dann gilt es, diese wieder zu ersetzen", betonte der Inspektionsleiter.

Um den steigenden Einbruchszahlen entgegen zu wirken, setzt die bayerische Polizei auf Prävention. Zusammen mit der Kriminalpolizeiinspektion besuchen die Beamten abseits gelegene Gehöfte und Weiler. Dort würden oft wichtige Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet. Durch die Präventionsveranstaltungen werden die Bewohner sensibilisiert. Das funktioniert offenbar. Bayernweit können dadurch mittlerweile 40 von 100 Einbrüchen verhindert werden.

Insgesamt liegt die Kriminalitätsentwicklung auf Vorjahresniveau. "Die Aufklärungsquote ist nicht abgesunken", unterstrich Hanauer. Bei den Betrugsdelikten sei allerdings ein Anstieg zu vermelden. Auffällig dabei: die steigenden Fallzahlen von Warenkreditbetrug. Käufer bestellen im Internet Waren, obwohl sie bereits beim Kauf wissen, dass sie nicht bezahlen können oder wollen.

"Man kann sicherlich feststellen, dass die tatsächliche und auch die gefühlte Sicherheitslage gut ist", resümierte stellvertretender Landrat Albert Nickl.
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