"Denkstatt" bittet um Hilfe

Reinhard Hübner arbeitet als Servicemann in Neustadt. Er ist ein gutes Beispiel, wie der "Bürgerarbeitsplatz" funktioniert. Archivbild: Götz

Der Verein "Denkstatt" mit Sitz in Neustadt und Altenstadt funkt SOS. Grund ist das Modellprojekt "Bürgerarbeitsplatz".

2010 hatte es die damalige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen initiiert. Nachfolgerin Andrea Nahles strich die Finanzierung schließlich und ersetzte es durch einen EU-Sozialfonds. Nun haben die Betroffenen Probleme. Die Bürgermeister Ruppert Troppmann und Marianne Rauh wandten sich deshalb an den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU). Der informierte sich im Gespräch mit den "Denkstatt"-Geschäftsführern Markus Drexler und Johann Reichenberger über das Angebot der "Bürgerarbeitsplätze". Der Bundestagsabgeordnete erfuhr, dass diejenigen, die so ein Angebot in Anspruch nehmen, einen persönlichen Coach zur Seite gestellt bekommen, der motiviert, berät und unterstützt, wenn es um den Sprung in einen regulären Job geht.

Einsatzgebiete sind unter anderem: Begleitservice für Ältere und Behinderte, Kochen und Essensausgabe bei Mittagstischen für Bedürftige oder Pflege von Naturlehrpfaden. Ein "Bürgerarbeitsplatz" wird bis zu drei Jahre mit einem Festbetrag gefördert, der Arbeitsentgelt und Sozialversicherungsaufwand des Arbeitgebers abdeckt. Die alleinige Förderung über den ESF (Europäischen Sozialfonds) funktioniert aus Sicht der Betroffenen nicht. Sie plädieren für die Beibehaltung des "Bürgerarbeitsplatzes". Rupprecht erkannte die Brisanz und versprach zu helfen. Konkret wolle er seine betroffenen Kollegen im Bundestag um Lösungsvorschläge bitten. Nahles erhalte einen entsprechenden Bericht über die Auswirkungen vor Ort. Rupprechts oberstes Ziel sei es, dass die Unionskollegen die Angelegenheit im Bundestag zur Entscheidung einbringen.
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