Der Tod wird etwas teurer

Wer im nächsten Jahr einen Angehörigen verliert, muss sich auf höhere Gebühren bei der Bestattung einstellen. Ohne Debatte einigte sich der Stadtrat auf Steigerungen einzelner Posten um bis zu 200 Prozent. Im Vergleich mit einigen benachbarten Städten sind die Sätze dennoch im Lot.

Die Herstellung eines der rund 400 Gräber im städtischen Bereich des Gottesackers kostet ab 1. Januar 165 Euro. Bisher bekam das Bestattungsinstitut Schmid für das Ausheben und Schließen eines Grabes 141 Euro. Der Zuschlag für die Tieferlegung, das heißt ein tieferer Aushub des Grabes, damit später ein zweiter Verstorbener an gleicher Stelle beerdigt werden kann, beträgt künftig 50 statt bisher 20 Euro.

Die Gebühren für die Herstellung eines Urnengrabes steigen von 36 auf 65 Euro und der von November bis März fällige Winterzuschlag von 10 auf 30 Euro. Günstiger wird der Aufschlag für die Benutzung eines Kompressors, der von 30 auf 20 Euro pro Stunde sinkt. Die Änderung der Gebühren sei die erste seit 2007, sagte Bürgermeister Rupert Troppmann in der Sitzung am Dienstagabend.

Für den ganzen Friedhof

Die übrigen Kosten wie die Benutzung des Leichenhauses einschließlich der Kerzenbeleuchtung (100 Euro), das Einsargen (10 Euro für Kinder bis zu sechs Jahren, sonst 15 Euro) oder die Beerdigung einer Totgeburt (41 Euro) bleiben unverändert. Für den vorderen, kirchlichen Bereich des Friedhofs mit rund 1200 Gräbern gelten die gleichen Gebühren.

Diese Kostenstruktur schneidet im Vergleich mit anderen Städten im Landkreis nicht schlecht ab. Günstiger ist die Herstellung eines Grabes in Windischeschenbach (130 Euro). Allerdings wird der Stadtrat in der nächsten Woche eine Erhöhung besprechen, ergänzte Kämmerer Bernhard Schäffler.

Nahezu in gleicher Höhe wie in Neustadt sind die Kosten in Eschenbach mit 170 Euro. In Vohenstrauß dagegen müssen die Angehörigen für die Herstellung des Grabes 234 Euro und bei doppelter Grabtiefe sogar 333 Euro berappen.

Der Winterzuschlag bewegt sich zwischen 25 Euro (Windischeschenbach), 30 Euro (Eschenbach) und 63 Euro in Vohenstrauß. Dort wird er allerdings nicht pauschal während der kalten Monate fällig, sondern nur falls der Boden gefroren ist oder zusätzliche Arbeiten wie Schneeräumen anfallen.

Im Betrag von 110 Euro für die Nutzung der Aussegnungshalle in Windischeschenbach sind Dekoration, elektrische Beleuchtung und Heizung enthalten. Der gleiche Betrag wird in Eschenbach für die Nutzung des Leichenhauses fällig. Aufbahrung und Reinigung des Gebäudes kosten 56 Euro extra.

Kühlung inklusive

Das ist in Vohenstrauß billiger. "Die 100 Euro für das Leichenhaus schließen die Benutzung der Gerätschaften wie Bahrwagen und Kühlung ein", sagte Heinz Häring von der Stadtverwaltung, die auch für Altenstadt/Vohenstrauß, Roggenstein und Oberlind zuständig ist. Für die Reinigung fallen 15 Euro an. Die Dekoration rechnen die Beerdigungsinstitute direkt mit den Hinterbliebenen ab.
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