Die schlausten Bauern gesucht

Sieger Thomas Betz und Zweiter Michael Kastner (vorne, Dritter und Vierter von links) mussten für ihre Plätze beim Berufswettbewerb der deutschen Landjugend aufgrund der Konkurrenz ganz schön kämpfen. Dafür gab es aber Lob von allen Seiten. Bilder: Hartl (2)

BBV-Kreisobmann Josef Fütterer sagte es. Dem stellvertretenden Landrat Albert Nickl ging es über die Lippen. Und auch sonst war überall von "frischem Wind" die Rede. Nicht ohne Grund.

Das Motto war eine Steilvorlage. Denn der Kreisentscheid des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend am Donnerstag stand unter dem Titel "Grüne Berufe sind voller Leben - Nachwuchs bringt frischen Wind". Da ist es fast klar, dass die Redner im Neustädter Berufsschulzentrum die Redewendung vom "frischen Wind" für sich vereinnahmten, um damit ihr Lob für den Nachwuchs zum Ausdruck zu bringen. Das war auch angebracht. Schließlich betonten die Prüfer, dass es in den vergangenen Jahrzehnten keine solch engen Ergebnisse mehr gab.

64 Teilnehmer

Am Wettbewerb beteiligten sich 64 junge Männer und Frauen zwischen 16 und 35 Jahren aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth sowie aus Weiden. Bayernweit waren es rund 2000 und deutschlandweit sogar etwa 10 000 junge Menschen. Sie alle mussten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der Nachwuchs musste sich Fragen aus den Bereichen Geografie, Energie, Politik und Kultur, zum Pflanzenschutz, zur Bodenerosion, zur Rinder- oder Schweinehaltung oder Ernährung stellen. Bei einer rund fünfminütigen Präsentation kam es auf sicheres Auftreten und rhetorische Fähigkeiten an. Im Fokus stand aber auch Praktisches. Die jungen Männer und Frauen mussten beispielsweise ein vom Beleuchtungskabel abgerissenen Stecker wieder anschließen.

Nun auf Bezirksebene

Der stellvertretende Landrat Albert Nickl betonte nicht nur, dass das Leben ein ständiges Lernen sei, sondern auch die Wichtigkeit des Wettbewerbs: "Da müssen die jungen Menschen frühzeitig einsteigen." Somit könnte der Nachwuchs auch erfahren, wo die Stärken liegen. Der Weidener Stadtrat Alois Lukas hatte wohl den motivierendsten Spruch an diesem Tag parat: "Der Landwirt-Beruf ist der schönste der Welt."

Alle Teilnehmer erhielten am Donnerstag eine Urkunde. Die ersten 13 Sieger wurden geehrt und namentlich erwähnt. Das Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes organisiert die Wettbewerbe auf allen Ebenen. Die besten neun, die sich am Neustädter Wettbewerb beteiligten, messen sich am Mittwoch, 18. März, beim Bezirksentscheid in Almesbach mit Konkurrenten aus der Oberpfalz. Die Bayern-Sieger werden am 29. und 30 April in Bayreuth ermittelt. Der Bundesentscheid geht schließlich vom 1. bis 5. Juni in Rendsburg (Schleswig-Holnstein) über die Bühne.
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