Direkt beim Künstler sägen

Wer es ganz genau wissen wollte, besah sich die Miniaturen von der Nähe.

Inzwischen hat die Idee von Hannelore und Ludwig Bayer viele Nachahmer gefunden. Sie nutzten auch den Termin. Selbst als die Neustädter ihre Ausstellung auf zwei Tage ausdehnten, zogen sie nach. Doch das Original bleibt das Original.

Dies sagten am Wochenende immer wieder Besucher in der Stadthalle beim Hobbykünstlermarkt. Trotz des wunderschönen Wetters war der Andrang am Samstagnachmittag schon sehr groß.

Im Außenbereich Halle ließ es sich mit einem heißen Kaffee gut aushalten - etwas in den Bücherkisten des Lionsclub stöbern oder die tollen Holzkunstwerke bewundern. Lediglich die Frauen Union hatte mit ihrem Glühwein etwas Pech. Zehn Grad weniger hätten dem Umsatz gut getan.

Ein Rundgang durch die Ausstellung ist immer wieder ein Augenschmaus. Viele Besucher wundern sich, wo die Künstler die neuen Ideen herholen. Doch nicht jeder Aussteller möchte, dass über seine Kunstwerke berichtet wird: "Bitte nicht fotografieren", war von einigen zu hören. "Aber ich möchte doch nur ein Bild für die Zeitung machen." Auch das wollen sie nicht. Offenbar haben sie Angst vor Nachahmern.

Filigrane Holzsterne

Die weit überwiegende Mehrheit der Verkäufer ist jedoch gerne bereit über die Arbeiten Auskunft zu geben. Kinder dürfen selbstverständlich mit der Laubsäge an ihrem Kunstwerk selbst Hand anlegen und es mit nach Hause nehmen. Große Anerkennung finden die variantenreichen Schwibbögen, Sterne und Häuserzeilen in den verschiedensten Variationen.

Hobby-Künstler stellten am Samstag, 15.11.2014 ihre Werke in der Stadthalle in Neustadt/WN.



Bei selbstgefertigte Schachteln, künstlichen Kerzen, die wie echt erscheinen, Schmuck oder Filzsachen bleiben die Besucher stehen. "Wie bringen sie diese Puppenkleider nur fertig?" Stolz erzählt die Standinhaberin, wie sie in stundenlanger Heimarbeit die kleinsten Details fertigt und so für Aufmerksamkeit sorgt. Gerne ist auch der Glasbläser bereit Kinder in dieses Kunsthandwerk einzuführen. Er hat sich inzwischen auch auf die Kleinen eingestellt und gibt ihnen eine Schutzbrille.

"Es fasziniert alle Jahre wieder, was sie den zahlreichen Besuchern bieten", sagte Bürgermeister Rupert Troppmann bei der Eröffnung. Die Musikschule mit Karl Wildenauer sorgte für den richtigen Ton. Am Ende werden es sicherlich wieder einige tausend Besucher gewesen sein, die durch die Gänge schlenderten, guckten und einkauften.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.