DJK baggert alte Sparte neu an

Sie wollen weder zu Olympia noch sind sie auf Turniersiege und Tabellenplätze fixiert: Die DJK-Volleyballer wollen in erster Linie Ausgleichssport betreiben. Wie man sieht, darf dabei gerne gelacht werden. Bild: prh

Anfang der 90er Jahre verfiel die DJK-Volleyballabteilung in einen Dörnröschenschlaf. Doch seit kurzem wird wieder gepritscht und gebaggert, was das Zeug hält.

Die Sparte dämmerte vor sich hin, weil es die damaligen Spieler, überwiegend Schüler und Studenten, in alle Himmelsrichtungen. Doch Lars Klöpfer wagte den Neuanfang.

16 Spieler wärmten sich am Donnerstagabend in der Turnhalle der Mittelschule unter der fachkundigen Anleitung Klöpfer zunächst einmal auf. Die Leidenschaft des 43-jährigen IT-Projektleiters gilt seit vielen Jahren dem Volleyball. "Der Sport ist der ideale Ausgleich für meine Tätigkeit am Computer."

Bislang spielte er einmal wöchentlich in einer anderen Truppe. In dem eingespielten Team war jedoch kein Platz für neue Leute und keine Zeit für Grundlagentraining. Deshalb kam er auf die Idee, selbst etwas zu beginnen und fand in Wolfgang Schwarz, dem Vorsitzenden der DJK St. Martin, einen Gleichgesinnten.

Training in der Mittelschule

Klöpfer sprach ihn 2014 einfach auf die Möglichkeit an, bei der DJK wieder Volleyball einzuführen. "Ich war froh, dass sich wieder jemand um die Abteilung kümmert. Dort wird zwar seit vielen Jahren kein Sport mehr betrieben, doch sie existiert noch", erzählte Schwarz den fünf Damen und elf Herren, die sich am Donnerstag am Netz versammelt hatten.

Kaum hatte der Vorstand zugestimmt, habe Klöpfer auch gleich einen freien Hallenplatz gefunden, "was bei der derzeitigen Situation gar nicht so einfach war", erklärte Schwarz.

Im November sperrte Klöpfer donnerstags um 19.45 Uhr die Halle auf und siehe da: Die neuen Volleyball-Aktivitäten sprachen sich schnell herum. Mittlerweile besuchen rund 15 Frauen und Männer regelmäßig das Training von 19.45 bis 22 Uhr. In dieser Zeit besteht genügend Raum für Aufwärmen, Grundlagen und Spiele. "Wir wollen den Sport als Hobbytruppe betreiben", gibt Klöpfer als Ziel den Spaß an der Freud aus. Das Angebot richtet sich an Interessierte, die Volleyball als Ausgleichssport betreiben wollen. "Wegen des hohen bürokratischen und personellen Aufwands, den die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bedingt, richtet sich der Aufruf vorerst einmal an Erwachsene ab 17 Jahren. Nach oben ist die Altersgrenze offen.

Klöpfer hat erst einmal die Grundtechniken seiner Truppe beobachtet und ist sehr zufrieden damit. DJK-Chef Schwarz entdeckte beim Besuch viele alte Volleyball-Hasen. Im Sommer will die DJK im Altenstädter Sand "beachen". Wer mitmachen will, sollte einfach mal am Donnerstag beim Training vorbeischauen.
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