DJK bezwingt Tabellenführer

Mit diesem 57:49 (30:22)-Erfolg war nicht zu rechnen. Am Sonntagmorgen nach beschwerlicher Anfahrt bei Spitzenreiter TTL Bamberg II antreten zu müssen, der nur zu Saisonbeginn eine einzige Begegnung verlor, stimmte nicht zuversichtlich. Zudem fehlten den Neustädter Basketballern neben einigen Spielern auch Coach Uwe Glaser.

Die DJK hatte jedoch Glück. Während Glaser (mit Center Moritz Bär) zur selben Zeit als Coach des Bayreuther JBBL-Teams in Jena antrat, sprang Vorgänger Stefan Rupprecht für ihn ein und coachte sein ehemaliges Team im Spitzenspiel Erster gegen Dritter. Rupprechts langjährige Erfahrung in der Bayernliga Nord und das Wissen über deren Teams machte sich bezahlt.

Neustadt am Drücker

Die Defensiv-Taktik in einem emotionalen, zweikampf-geprägten Spiel war gut gewählt, denn - anders als in früheren Begegnungen - war es die DJK, die Bamberg von Beginn an dominierte. Schnell hieß es 10:0. Diese Führung sollten die Neustädter nicht mehr aus der Hand geben. Über die gesamte Partie war der Tabellenführer dazu gezwungen, einem Rückstand nachzulaufen. Doch sobald die Oberfranken näher herankamen, legte Neustadt einen Zahn zu und zog wieder davon. Wie im ersten Viertel: Der TTL fand nach verschlafenem Start nun besser ins Spiel und verkürzte bis zum Viertel-Ende noch auf 11:15.

Eine ähnliches Bild bot sich vor der Minuskulisse von nur einem halben Dutzend Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Schule im zweiten Abschnitt. Die Neustädter Angreifer um den formstarken Michael Kurz (15 Punkte) legten mit einem 7:0-Lauf zum 22:11 vor, Bamberg konterte. Nach der Pause hatten die Hausherren ihre beste Phase und verkürzten die zwischenzeitliche Acht-Punkte-Führung der DJK bis auf 33:36, schafften es gegen die exzellente Defense aber nicht auszugleichen oder gar in Führung zu gehen.

Noch einmal der TTL

Die Entscheidung fiel nach einer weiteren Aufholjagd Bambergs. Als die Hausherren im Schlussabschnitt ihre letzten Kräfte mobilisierten und auf 41:49 herankamen, drohte es noch einmal knapp zu werden.

Doch Ondrey Stych, der nicht gerade als Distanzschütze bekannt ist, sorgte mit zwei Dreiern in Folge zum 55:41 fünf Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Die DJK ist nach dem Überraschungserfolg als Dritter punktgleich mit dem Führungsduo Bamberg/Schweinfurt.
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