DJK schlägt sich selbst

Von einer Krise zu reden wäre übertrieben. Und doch mussten die Neustädter Basketballer im Spitzenspiel beim Tabellendritten BG Litzendorf mit 63:69 (31:27) die zweite Niederlage in Folge hinnehmen.

"Es ist ein herber Rückschlag, vor allem weil Litzendorf den direkten Vergleich gewonnen hat". Bei einer Punktgleichheit am Ende der Saison wäre somit die BG vorne. Coach Uwe Glaser zeigt sich nach der Niederlage im "Vier-Punkte-Spiel", die der DJK die Tabellenführung kostete, dennoch optimistisch. "Es ist positiv, dass wir trotz erneuter Foulprobleme mit der aktuell wahrscheinlich stärksten Mannschaft in der Liga auswärts mitgehalten haben und erst in der Schlussphase geschlagen wurden."

Auch Moritz Bär fehlte

Der Einsatz im kampfbetonten Spiel am Sonntag vor 80 Zuschauern in Memmelsdorf stimmte zudem. Trotzdem war das Fehlen einiger Spieler spürbar, zu denen sich Moritz Bär gesellte. Ohne den Center, der Entlastung unter dem Korb gebracht hätte, musste Power-Forward Lukas Bieber immer wieder auch auf den großen Positionen aushelfen und fehlte an gewohnter Stelle.

Dennoch wogte die Partie vom ersten Viertel an hin und her. Die Führung wechselte mehrmals. Vor dem Schlussviertel hielten die Gastgeber um Topscorer Alexander Sperke (23 Punkte) eine hauchdünne Zwei-Punkte-Führung. Der Litzendorfer Aufbauspieler (14 Punkte im vierten Viertel) lieferte sich mit seinem DJK-Pendant Tobias Merkl (19 Punkte, 9 im vierten Viertel) ein Duell. "Tobi Merkl hat sich als echter Führungsspieler präsentiert", lobte Glaser.

Am Ende reichte es dennoch nicht, weil - laut Trainer - Automatismen nicht funktionierten. "Meine Spieler müssen begreifen, dass es jetzt nicht um schön spielen geht, sondern die einfache Dinge exakt auszuführen", meinte der Coach. "Wir haben uns zum Teil durch dumme Fehler in der Offense selbst geschlagen." Dies sei der Unterschied zu den letzten beiden Gegnern gewesen, die deutlich weniger Fehler gemacht hätten.

Vor den vier verbliebenen Spielen, allesamt mit Heimvorteil, den Kopf hängen lassen, wäre aber falsch. Glaser überzeugt: "Wir werden diese Woche bestimmte Dinge abstellen, bei denen Fehler aufgetreten sind. Auch haben wir es immer noch in eigener Hand, ganz vorne zu landen. Es liegt also nur an uns."
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