DJK verliert Stych und Spiel

Die beiden Protagonisten Ondrej Stych (am Ball) und Eggolsheims Hagen Rothe (am Boden) in einer ähnlichen Szene wie die, die später zur Disqualifikation des Tschechen führte. Bild: A. Schwarzmeier

Im Hinspiel bei der DJK Eggolsheim gab es eine ärgerliche Niederlage für die Neustädter Basketballer, bei der sich zudem Spieler verletzten. Kaum vorstellbar, dass sich ein solches Negativerlebnis noch steigern lässt. Doch es ging, wie das 78:81 (35:36) im Rückspiel bewies.

Dabei sah es am Samstag zunächst besser aus. Zwar tat sich Neustadt gegen den Zehnten vor allem offensiv schwer, kontrollierte über weite Phasen aber die Partie. Der Grund, warum der Bayernligaführende auch die über die komplette Spielzeit enge Partie in eigener Halle gegen die Oberfranken verlor - bei nur vier Saisoniederlagen insgesamt - war die konstant schlechte Trefferquote aus dem Feld.

Eggolsheim zeigte mit einer guten Teamleistung zudem, dass sein derzeitiger Tabellenplatz nach einer verkorksten Saison das Potenzial des Kaders nicht widerspiegelt. Die Gäste fanden die Lücken in der DJK-Defensive und trafen - allen voran Maximilian Rahm (25 Punkte) und Alexander Roppelt (23) - mit solider Quote.

Sack nicht zugemacht

"Eggolsheim hat letztlich nicht unverdient gewonnen, weil es in den entscheidenden Phasen einfach geradliniger und cleverer gespielt hat", analysierte Uwe Glaser. Der DJK-Coach beklagte "einige schlechte Entscheidungen" vor allem in der Verlängerung. "Zuvor hätten wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden müssen, wir haben in der regulären Spielzeit einige einfache Punkte liegen lassen." Zudem fehlte Neustadt in dieser entscheidenden Phase mit Ondrej Stych ein wichtiger Spieler. Dieser war nach einem Rempler unter dem Korb gestrauchelt und über einen am Boden liegenden Gegenspieler gefallen. Dabei traf er ihn mit dem Knie in die Seite. Das Schiedsrichtergespann wertete die Aktion als Tätlichkeit und disqualifizierte den weithin als fair bekannten Tschechen.

"Die Mannschaft hat aber gerade nach der für mich nicht nachvollziehbaren Disqualifikation von Ondrej Stych Charakter und großen Kampfgeist gezeigt", lobte Glaser. Sein Team ging zwei Minuten vor dem Ende mit 68:61 in Führung, brachte diese aber nicht über die Zeit. Eggolsheim rettete sich in die Verlängerung und hatte bei der ungleich höheren Foulbelastung der DJK (32:23) Vorteile. "Das Spiel müssen wir abhaken und die Lehren daraus ziehen. Vor allem hoffe ich, dass wir nicht noch zusätzlich mit einer Sperre für Ondrej bestraft werden", sagte der enttäuschte Coach.
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