Drei Landkreise bauen Netz für Elektroräder aus
E-Bike-Offensive

Zwischen Waldsassen und dem Schwandorfer Seenland können Elektroradler bald unbeschwerter in die Pedale treten. 91 neue Ladestationen verringern die Sorge um die Reichweite des Akkus. Dank Leader-Mitteln genügt bald ein einfaches Kabel. Der lästige Akkuwechsel entfällt. Zudem wird das Netz an Ladeplätzen dichter. Bild: Götz
Gut, wenn ein Förderantrag den Zeitgeist trifft. "Viele Fahrradhändler kommen mit den Bestellungen für E-Bikes und Pedelecs kaum hinterher," berichtete Regionalmanagerin Margit Frauenreuther dem Vorstand der Leader-Arbeitsgruppe im "Forum Neustadt plus". Die Vorstandsmitglieder und der Oberpfälzer Leader-Koordinator Hans Michael Pilz aus Neumarkt entschieden sich einstimmig dafür, mit Hilfe der EU-Mittel die "E-Bike-Region Oberpfälzer Wald" aus der Taufe zu heben (wir berichteten).

Den Impuls dazu hatte Neustadts Bürgermeister Rupert Troppmann über den Bayerischen Gemeindetag gegeben. Der Landkreis Neustadt allein hätte kaum auf den Fördertopf zugreifen können, die Tirschenreuther und Schwandorfer waren jedoch schnell mit an Bord. Bei Projektkosten von 180 000 Euro und 70 Prozent Förderung mussten sie nicht lange überlegen. Für die drei Kreise zusammen werden von diesem Geld 91 Ladestationen angeschafft. Dazu kommen Infotafeln über das E-Bike-Netz der Region und 120 000 Broschüren für Radwanderer.

19 dieser Ladestationen sollen in 18 Gemeinden des Kreises Neustadt stehen. Die Initiative kommt dem Landratsamt gerade recht, weil 2016 der Mietvertrag mit der Firma "Movelo" ausläuft, die einige Akku-Ladestationen betrieben hat.

Die neuen Stationen gehören den Gemeinden. Sie entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. "Keiner muss mehr umständlich den Akku wechseln. Es genügt ein Kabel mit Schuko-Stecker und schon geht's weiter", erklärte Frauenreuther. Die Stationen sollen zentral in der Nähe von Biergärten oder Freizeitanlagen platziert werden. Die Gemeinden übernehmen die Co-Finanzierung der Stationen. Zudem zahlen sie Anschlüsse und Stromverbrauch. Die Landkreise stehen für die Restkosten der Infokarten gerade.
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