Ehemaliges Landratsamt in Eschenbach muss für rund 1,7 Millionen Euro saniert werden
Künftig barrierefrei

Auf den ersten Blick macht das ehemalige Landratsamt in Eschenbach gar keinen so schlechten Eindruck. Aber das täuscht. Das Gebäude muss grundlegend saniert werden. Das denkmalgeschützte Anwesen beherbergt die Kfz-Zulassungsstelle, Veterinär, Volkshochschule, Caritas-Sammelstelle und die Gemeinnützige Wohnungsbau GmbH. (Bild: do)

Auf den Landkreis kommt das nächste Millionenprojekt zu: Das Dienstgebäude in der ehemaligen Kreisstadt Eschenbach muss grundlegend saniert werden.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl und Kreisbaumeister Werner Kraus schilderten im Bau- und Vergabeausschuss den Zustand des unter Denkmalschutz stehenden, ortsbildprägenden Hauses im Stadtzentrum. "Es befindet sich sowohl außen als auch innen nicht im allerbesten Zustand", bedauerte Nickl. Das Anwesen sei 1962 im Zuge eines besonderen Übereignungsvertrages in den Besitz des Landkreises gelangt. Deshalb müssten erst noch Einzelheiten mit der Immobilien Freistaat Bayern geklärt w erden.

Brief der Freien Wähler

Nickl erinnerte auch an ein Schreiben der Freien Wähler, die den schlechten Zustand des Gebäudes moniert hätten. Der Landkreis habe im vergangenen Jahr 16 000 Euro für kleinere Renovierungsmaßnahmen ausgegeben, und auch heuer stünden 20 000 Euro im Haushalt bereit. Aber an einer Generalsanierung werde kein Weg vorbeiführen.

Anbau für Aufzug

Der Kreisbaumeister erläuterte die lange Mängelliste und stellte das Sanierungskonzept vor: Erneuerung der Außenfassade (Austausch, Eindeckung und Fenster, Fassadenanstrich), neue Heizung sowie Sanitär- und Elektroinstallation, Einbau Brandmeldeanlage, Verbesserung Brandschutz, Austausch und Sanierung der Böden, neue Innentüren, Sanierungsarbeiten an Wänden und Decken. Teuer macht das Vorhaben vor allem der vom Freistaat geforderte barrierefreie Zugang, der den Anbau einer Aufzugsanlage und eine behindertengerechte Toilette erforderlich macht. Insgesamt haben die Bauexperten Kosten von 1,7 Millionen Euro errechnet. "Diese Summe kann der Landkreis nicht aus dem Ärmel herausschütteln", sagte Sitzungsleiter Nickl.

Hans Bscherer (FW) und Udo Greim (SPD) baten, die Maßnahme trotzdem nicht auf die lange Bank zu schieben. Bscherer erinnerte an die Vorbildfunktion des Landkreises. Im nichtöffentlichen Teil vergab das Gremium Aufträge für die 4,5 Millionen teure Generalsanierung des Hallenbades in Eschenbach. Laut Nickl und Kraus soll die Maßnahme noch heuer abgeschlossen werden. Der Probebetrieb sei in den Weihnachtsferien vorgesehen.
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