Ein einfach schweres Spiel

Nach dem souveränen Erfolg gegen Tabellenführer TTL Bamberg II (Spielszene mit Ondrey Stych, links) will die DJK Neustadt gegen die BG Regnitztal am Samstag eine bärenstarke Saison krönen. Bild: A. Schwarzmeier

Die BG Regnitztal ist bereits abgestiegen. Der Tabellenelfte verfügt über die zweitschwächste Offensive und die drittschlechteste Defensive der Bayernliga Nord. Ein schlagbarer Gegner, denkt man. Und doch könnte er zum Stolperstein für die Aufstiegsambitionen der Neustädter Basketballer werden.

"Dieses Spiel ist wohl mit das schwerste dieser Saison", beschreibt Uwe Glaser, Coach der DJK Neustadt, das mit Spannung erwartete Saisonfinale für den Tabellenzweiten am Samstag ab 19 Uhr. "Warum? Weil wir das Spiel gewinnen müssen und auf dem Papier eigentlich keine Frage nach dem Sieger geben dürfte. Aber auch dieses Spiel muss erst gespielt werden."

Spieler mit Potenzial

Die Warnung ist berechtigt, zumal die Oberfranken trotz nur fünf gewonnener Spiel in der Saison solide Spiele ablieferten. Auch gegen den Tabellenfünften DJK Schweinfurt am vergangenen Wochenende, als das sehr junge Team die Begegnung bis in die Mitte des dritten Viertels ausgeglichen hielt. "Dass man die Mannschaft nicht unterschätzen darf, hat die erste Hälfte im Hinspiel gezeigt", ergänzt Glaser. "Vor allem von der Dreierlinie ist Regnitztal stark, hier gilt es wieder anzusetzen." Topscorer und Dreierspezialist Chris Roll ist mit 19,6 Punkten im Schnitt der zweitbeste Werfer der Liga und der Kopf der Mannschaft.

Auch muss die DJK auf Terrence Gibson (beruflich Gründe) verzichten, der vor allem beim Erfolg im Spitzenspiel gegen Tabellenführer TTL Bamberg II am vorherigen Spieltag ein wichtiger Faktor war. Unabhängig davon führt ein Sieg über Regnitztal aber nur über die richtige Einstellung.

Respekt für Regnitztal

"Die nötige Konzentration erhalten wir nur, wenn wir dem Gegner mit Respekt entgegentreten", fordert Glaser. " Das Hinspiel hat das eindrucksvoll gezeigt. Wir haben zwar mit 19 Punkten Differenz gewonnen, doch lag Regnitztal zur Pause vorne."

Trotz aller Warnungen geht die Glaser-Truppe selbstbewusst in das letzte Saisonspiel. "Meine Spieler haben in dieser Saison immer, wenn es drauf ankam, volle Konzentration gezeigt, deshalb bin ich zuversichtlich, dass dies auch im letzten Spiel so sein wird", sagte Glaser. "Schließlich wollen wir uns für eine hervorragende Saison belohnen."

Fakt ist, dass Neustadt mit einem Erfolg sicher Tabellenzweiter bleibt und damit das Aufstiegsrecht in die 2. Regionalliga erhält. Da Bambergs erste Mannschaft in dieser Liga spielt, darf der TTL nämlich nicht aufsteigen. Ein gleichzeitiger Erfolg des in bestechender Form spielenden Tabellenvierten Coocoons Weiden nur wenige Kilometer entfernt gegen Tabellenführer TTL Bamberg II würde zudem den Meistertitel in der Bayernliga bedeuten. Doch dieser Weg in beiden Hallen ist noch 40 Minuten lang.
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