Ein letztes Bild für Karin Siegel

Karin Siegel. Bild: prh
Karin Siegel hatte Gespür für das Motiv, das einen guten Fotografen auszeichnet. Nach langer Krankheit schloss sich ihre Lebensblende nach nur 58 Jahren für immer. Am Samstag wurde sie beigesetzt. Sie habe "Feinsinn und Sensibilität für die Schönheit der kleinen Dinge" besessen, erinnerte Georg Häring. Der Stadtpfarrer bezeichnete sie als "Kämpferin mit verschmitztem Humor", die ihre Liebe vielen geschenkt habe. Ihren Humor stellte sie in zwei Lesungen im Rathaus unter Beweis.

Mit einem starken Naturbewusstsein und der Liebe zum Detail hatte Siegel Gewohntes, Alltägliches aus ungewöhnlichen Perspektiven in den Fokus ihrer Kamera genommen. Eindrucksvoll war ihr dies bei den Fotografien des Stadtbrunnens oder den Schneckenbildern gelungen. Hauptberuflich war Karin Siegel über 30 Jahre als kaufmännische Angestellte im Medienhaus "Der Neue Tag" tätig. Erst relativ spät fand sie zur Kunst, war regelmäßige Besucherin der Veranstaltungen der Kulturfreunde Lobkowitz und Mitglied im Künstlerischen Arbeitskreis des Oberpfalzvereins Neustadt. Seit fast zwei Jahren sang sie im Kirchenchor von St. Georg. Der gestaltete unter der Leitung von Harald Bäumler den Trauergottesdienst mit dem Huber-Requiem und der Missa St. Crucis in G von Josef Rheinberger.
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