Ein totes Baby, Großbrände, Unfälle und Flüchtlingshilfe: Feuerwehrleute haben dieses Jahr viel ...
Körperlich und psychisch gefordert

Einsätze wie die Absicherung von Polizei- und Sanitätsmaßnahmen nach dem Fund eines Säuglings im Müllcontainer eines Supermarkts waren für Feuerwehrleute auch seelisch belastend. Bild: arw
"Wir hatten im letzten Jahr Einsätze, die wirklich an die Substanz gingen", unterstrich Kommandant Michael Spranger in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Kräftigen Applaus gab es für den rekonvaleszenten Rainer Konz, den ehemaligen Vizekommandanten. Von 1. Oktober 2014 bis 30. September dieses Jahres mussten die Floriansjünger 181 Mal ausrücken. Das ist ähnlich oft wie im Vorjahr (184 Mal).

Die 1495 Aktiven leisteten 2900 Stunden. Dem Kommandanten stehen 59 Brandschützer zur Verfügung. Unter ihnen befinden sich drei Frauen und elf Jugendliche. Das sind zwei mehr als im Vorjahr. Die Stützpunktwehr wurde zu vier Groß-, sechs Mittel- und acht Kleinbränden gerufen.

Der Rettungsspreizer kam bei 13 Verkehrsunfällen dreimal zum Einsatz. Zudem standen eine Vermisstensuche und neun Türöffnungen an sowie 32 Hilfeleistungen an. Dazu zählten der Aufbau der Flüchtlingsunterkunft im Gymnasium und Transportfahrten. Keine leichte Aufgabe war die Sichtabdeckung beim Fund einer Babyleiche im Container eines Supermarktes. Mit der Drehleiter wurden vier Menschen aus Wohnungen gerettet. In der Feuerwehrschule Regensburg bildeten sich Marco Spranger (Zugführer, Ausbildung für "Big Fireliner"), Gerd Zischka (Ausbilder für Motorsägen), Kevin Hammer, Detlef Schrems und Michael Grüner (CSA) weiter. Dominik Lang freute sich in seinem Bericht über vier Neuzugänge. Erstmals erfolgte die Abnahme der Jugendflamme. Kreisbrandrat Richard Meier stellte fest, dass die Neustädter mit die meisten Einsätze im Landkreis vorweisen. "Wir wissen, was wir an unserer Feuerwehr haben", lobte Bürgermeister Rupert Troppmann. Die Entscheidung von Rainer Konz, von seinem Amt zurückzutreten, sei ihm nicht leicht gefallen. "Für das, was er geleistet hat, gebührt ihm Dank und Anerkennung." Dem schloss sich Feuerwehrreferent Franz Witt an.
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