Eins mit Stern für Realschüler

Mit Tanzeinlagen bereicherten die Realschüler ihre musikalischen Darbietungen beim Weihnachtskonzert in der Stadthalle. Bilder: kwl (2)

Ein musikalisches Feuerwerk entfachten die Chöre und Ensembles der Lobkowitz-Realschule beim Weihnachtskonzert in der Stadthalle. Die Vorträge der Interpreten um Tausendsassa Michael Bertelshofer und Vollblutmusikerin Katharina Endres verdienen die Eins mit Stern.

Auch ein Außenstehender merkte, dass die Bildungseinrichtung auf dem Felixberg eine richtige Familie ist. Schüler, Lehrer, Schulleitung mit Verwaltung, Elternbeirat und Eltern bilden eine gut funktionierende Einheit. Zudem waren viele Ehemalige gekommen.

Gleich der Beginn war fulminant: Bei "Adiemus" trat die Stimme quasi als Instrument in den Vordergrund. Keltisches, Lateinisches und Afrikanisches wurde dabei raffiniert vermischt, aber auch jazzige Elemente entdeckten die Zuhörer. Die Streicher ergänzte der pensionierte Lehrer Reinhold Maß, die Percussion übernahmen die Referendare.

Gefühlvoll sang die Profilklasse 5/6 "Wolkenwunderbaum" und "Cooler Weihnachtsmann". Hanna Häupl gefiel als Solistin, dezent untermalt von den Zwillingen Emma und Ida Landgraf auf der Querflöte und Markus Eckl am Flügel. Der Chor unter der Taktgebung von Katharina Endres wirkte sehr treffsicher. Die Intonation war optimal.

Zünftige Musik

Bodenständig wurde es bei den Beiträgen der "Stub'nmuse". In bewährter Oberpfälzer Manier brachte Bertelshofer mit seiner Truppe den "Kirtakropfa-Landler", die "Ohetaler-Polka" und den "Dobler Burglandler". Konrektorin Irene Sebald steuerte mit dem Hackbrett eine beeindruckende Klangnote bei. Zweistimmig servierte die 6 b unter Studienrätin Endres "Weihnacht, Weihnacht". Der Schulchor sang beschwingt "Vamos Todos A Belén".

Temperamentvolles Solo

Bei "Brasilian Sleighbells" kam das feurige Temperament von Referendarin Katharina Weber und Bertelshofer vierhändig am Steinway-Flügel zur Geltung. Ergänzt wurde der Vortrag von Schülerin Ella Bitterer sowie den Referendaren Mathias Scheitzeneder, Roland Saffer, Ramona Haimerl und Raimund Hauser.

Glanzvoll mit Kerzenlicht eröffnete der 104-köpfige Projektchor mit "Santa Claus is coming to town" und "Happy X-mas" den zweiten Teil. "Have yourself a merry little Christmas" servierte der Schulchor beschwingt. Mit ihrem Solo überzeugte Sina Banzhaf. "Santa's Crazy Reindeer" präsentierte der Schulchor mit den Lead-Sängerinnen Lina Lindner, Alina Platzer und Selina Schwarz. Ausdrucksstark sang die 6 b "Night of Silence". Lisa Zeitler trat souverän hervor.

Mit ausgeprägter Stimme, treffsicher und mit schöner Klangfarbe versehen, interpretierte Aylin Kandemir aus der 9 e die Originalversion des Welthits "Hallelujah" von Leonard Cohen. Sie begleitete sich selbst auf der Akustikgitarre.

Die amerikanischen Christmas-Songs "Rudolph, the red-nosed reindeer", "Holly Jolly" und "Feliz Navidad" swingte stilsicher die Bigband. Julia Bitterer (Es-Saxofon), Johannes Gleißner und Stefan Fuhrich (Trompete) sowie Daniel Nickl (Posaune) traten als Solisten in Erscheinung. Der Projektchor hatte zwei Zugaben auf Lager.

Schlagfertige Moderatoren

Pfiffig und souverän führten Katharina Luber (8 b) und Julia Gollwitzer (7 c) durchs Programm. "Wir haben den Saal schon voller und auch leerer gesehen, aber diesmal ist die Stadthalle voller Lehrer", meinten die adretten Damen süffisant. Beschallungstechniker Horst Washausen setzte die Elektronik optimal ein. Für stilvolle Dekoration sorgte Christine Ellert mit ihrem Team.

Die Besucher kauften in der Pause gerne das kürzlich erschienene und von Schülern konzipierte Kochbuch "Spaghetti, Snacks und scharfe Sachen" sowie die Schul-CD. Schulleiter Koller hatte dafür geschickt die Werbetrommel gerührt.

Ein tolles Team

Was Michael Bertelshofer mit seinem Lehrerteam hier auf die Beine stellte, ist bemerkenswert. Der Fachbereichsleiter lebt und fühlt in Musik. Er macht seinen Job gerne, die Schüler sind von seiner motivierenden Art begeistert. Eine kongeniale Ergänzung ist seine Kollegin, Studienrätin Katharina Endres. Wie sie gerade die Jüngsten zu einem exakten und stimmlich treffsicheren Klangkörper formt, ist erstaunlich.
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