Erste Punkte für die DJK

Beim ersten Saisonsieg gegen Chemnitz überzeugte die DJK Neustadt nicht nur kämpferisch, sondern auch spieltechnisch. Im Bild Adrian Saro der 14 Punkte erzielte. Bild: G. Büttner

Die Namen auf dem Spielberichtsbogen waren die gleichen. Auf dem Platz stand am Samstag aber ein komplett anderes Team. Nur eine Woche nach der schmerzhaften Niederlage in Neumarkt, gelang den Basketballern der DJK Neustadt der erste Sieg in der 2. Regionalliga überhaupt. Weil sich etwas Entscheidendes geändert hatte.

Beim Jubel der über 200 Zuschauer in der Gymnasiumhalle nach dem 84:80 (36:37)-Erfolg gegen den BV Chemnitz II schien es, als hätte die DJK einen Titel gewonnen. Die Erleichterung war spürbar. Nach drei Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf den Liganeuling. Dementsprechend zufrieden war DJK-Coach Uwe Glaser nach der Begegnung: "Gratulation an mein Team, das heute mit viel Intensität und Leidenschaft gespielt hat." Nach der Derby-Niederlage war merklich ein Ruck durch das Team gegangen. Der Aufsteiger nahm das Tempo an, spielte (gedanken-)schneller und konzentrierter.

"Die Spieler haben die Inhalte aus dem Training sehr gut umgesetzt", so Glaser. "Dabei haben wir nicht nur gekämpft, sondern auch noch sehr ordentlich gespielt." Der Ball lief und oft ermöglichte ein Extrapass einen freien Wurf. So hielt die DJK die Begegnung gegen die favorisierten Gäste bis zur Halbzeit ausgeglichen.

Dies war nicht unbedingt zu erwarten, denn die Zweitliga-Reserve aus Chemnitz ist gut aufgestellt: Schnelle wurfstarke Schützen - vornehmlich NBBL-Spieler wie Noah Berge (20 Punkte) - und ein spielstarker, dominierender Center wie Mario Nagler (13) erlauben dem Tabellenachten ein variables Offensivspiel. Zudem hatte sich bei Neustadt vor dem ersten Pflichtspiel gegen ein nicht-bayerisches Team die personelle Situation weiter verschärft - vor allem auf der Spielmacherposition. Neben Terrence Gibson fiel auch Max Tomaszek aus.

Glaser musste umstellen. Captain Stefan Merkl rückte auf die Aufbauposition, auf die Chemnitz wie alle bisherigen Gegner viel Druck ausübte. Damit nahm er seinen Bruder Tobias aus der Schusslinie. Mit Erfolg: Dieser hatte einen glänzenden Tag erwischt und wurde mit 31 Punkten zum Garanten für den Sieg. "Stefan hat sich ein Sonderlob verdient. Er hat das Team mit enorm viel Einsatz angeführt ", so der Coach.

Ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg lag auch in der Verteidigung. "Wir haben die Dreierschützen der Chemnitzer nach dem Wechsel besser in den Griff bekommen", freute sich der Trainer. Nach 7 Dreiern in der ersten Hälfte gelangen dem BV nur noch 2. Dies zeigte Wirkung: Ende des 3. Viertels setzten sich die Gastgeber mit 11 Punkten ab.

Doch die Sachsen gaben nicht auf: Punkt um Punkt kamen die Gäste wieder heran. Ein Hammer-Dreier von Berge aus vollem Lauf ließ Chemnitz zur Schlussminute mit 80:82 sogar noch einmal in Schlagdistanz kommen. Doch die DJK sicherte an der Freiwurflinie den verdienten Erfolg. "Alle Spieler sind nach dem Wechsel richtig an die Grenzen gegangen", lobte Glaser, dessen Team nun zwei Wochen Zeit hat, sich zu regenerieren.

DJK: T. Merkl (31 Punkte/3 Fouls), Saro (14/3), Meißner (12/5), Perschnick (9/4), Ponfick (7/3), Stych (6/4), S. Merkl (3/3), Kuchinka (2/2)
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