Faschingsverein lässt die Naab brennen - Viel Applaus für Flammenschrift
Buchstaben aus Feuer

"Die Naab brennt" - Buchstabe für Buchstabe. Julian Kuttner vom Faschingsverein hatte den Schriftzug aus Holz gezimmert, in der Waldnaab verankert und nach Einbruch der Dunkelheit entzündet. Bild: bgm
Die Waldnaab brannte. Zwar hatte der Neustädter Faschingsverein die Ufer des Flusses in der Nähe der Freizeitanlage nicht zum ersten Mal zum Feiergelände umfunktioniert und mit Feuerkörben in romantisch flackernden Feuerschein getaucht hatte. Doch diesmal schlugen nicht nur lodernde Flammen aus schwimmenden Fässern, diesmal brannte die Naab Buchstabe für Buchstabe.

Julian Kuttner, Elferrat beim Faschingsverein, hatte aus Holzlatten in penibler Feinarbeit den Schriftzug "Naab brennt" gezimmert und im Fluss bei der Fußgängerbrücke verankert. Für die akkurate Flammenschrift hatte er zusätzlich ein dünnes Seil den ganzen Tag über in Spiritus eingelegt und kurz zuvor an den Holzbuchstaben festgetackert. Anders als bei Heinrich Heines "Belsazar" wurde es ob der Buchstaben aus Feuer aber keineswegs "leichenstill". Vielmehr applaudierten die vielen Zuschauer, die das Brückengeländer und das Ufer säumten.

Für Jung und Alt bot das Fest Anlass zum Feiern. "Ich kenne in Neustadt sonst kein Fest, wo so viele Kinder tanzen", freute sich eine Besucherin und meinte, dass es dem Faschingsverein um Nachwuchs für die Garden nicht bange sein müsse. DJ Alfred Kunz traf aber keineswegs nur den Geschmack der jungen Gäste. "Heuer war es noch besser als letztes Mal", war sich Florian Fütterer aus der Kreisstadt sicher. Und auch der DJ selbst war überrascht, dass noch mehr los war als in den Vorjahren. "Alles durch die Bank weg", bestätigte Michael Hierol, Vorsitzender des Faschingsvereins, was Essen und Getränke anbelangte. Schon am Nachmittag seien, wohl auch begünstigt durch den Feiertag viele Besucher gekommen. Cheeseburger, Hamburger, Hotdogs oder Pommes - die Sause stand unter dem Motto "American Style" - waren im Laufe des späteren Abends nach und nach ausverkauft. "Und wir hatten Riesen-Glück mit dem Wetter", sagte Hierold. Bis nach 23 Uhr blieb es trocken. Der Regen traf erst die Helfer beim Aufräumen.
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