Felix-Patres vermehrt in Pfarrei

Dreieinhalb Jahrzehnte schon betreut Pfarrer Johann Weis die Expositur Wilchenreuth. Ostern zieht sich der 92-jährige Seelsorger zurück. Dies hat Auswirkungen auf die gesamte Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Störnstein/Wilchenreuth.

(ms) Umfangreiche und nicht einfache Gespräche seien in den vergangenen Tagen und Wochen notwendig gewesen, berichtet Stadtpfarrer Josef Häring. Schließlich sei auch mit Rückendeckung des Ordinariats eine Lösung gefunden worden, die der Gesamt-Pfarrgemeinderat einstimmig abgesegnet habe.

Patres Pfarrer unterstellt

Generalvikar Michael Fuchs habe klargemacht, dass die Patres von St. Felix in Fragen der Seelsorge rechtlich ihm unterstellt seien, erklärt Pfarrer Häring. Dies sei in den Gestellungsverträgen mit dem Ordinariat - sie regeln in erster Linie die Bezahlung - so festgelegt. Nur Guardian Pater Stanislaus ist selbstständig. Wichtigste Neuerung in der Pfarreiengemeinschaft: Die Franziskaner-Minoriten werden künftig mehr in die Seelsorge der Pfarrei eingebunden.

Neben Pater Marek, der nun schon seit sieben Jahren Kaplan in St. Georg ist, wird ab April auch Pater Sigmund in der Pfarrei St. Georg eingesetzt. Der Ordensmann übernimmt für Pfarrer Weis die Sonntagsmesse um 8.30 Uhr in Wilchenreuth, die regelmäßig zwischen 50 und 70 Gläubige besuchen. Zudem hält er dienstags um 18.30 Uhr eine Messe im Altenheim St. Martin.

Klinikkapelle Verliererin

Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Krankenhauskapelle. Dort werden die Gottesdienste am Sonntag und am Dienstag ersatzlos gestrichen. Pater Sigmund feiert dort nur noch am Donnerstag um 18.45 Uhr Eucharistie. Weiterhin wird es in der Klinikkapelle einmal im Monat eine ökumenische Gedächtnisandacht für die Verstorbenen der Palliativstation geben. "Bekanntlich ist der größte Teil des Neustädter Krankenhauses seit Jahren eine Ausbildungsstätte für Kranken- und Altenpflege", begründet Geistlicher Rat Häring den Teil-rückzug.

Pater Sigmund wird aber weiterhin in bewährter Weise die Palliativstation seelsorglich betreuen, bis sie 2017 nach Weiden verlegt wird. Wie es dann auf dem Felixberg weitergeht, ist ungewiss. Kommen soll dafür ein Hospiz, aber nicht mehr unter der Trägerschaft der Kliniken Nordoberpfalz AG, sondern der Malteser. Ob dafür der Felix-Pater weiter benötigt wird, ist unklar.

Das Beste daraus machen

Die neue Regelung sei "unter schweren Wehen" zustandegekommen, räumt Guardian Stanislaus ein. "Aber wir versuchen, das Beste daraus zumachen." Der vierte Franziskaner in St. Felix, Pater Adalbert, wird als Springer im Dekanat regelmäßig von vielen Pfarreien angefordert.
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