Felixallee bleibt offen

Die Felixallee ist für Anwohner eine ruhige Idylle. Meistens zumindest. Würde sie nachts für den Verkehr gesperrt, würden Autofahrer in benachbarte Straßen ausweichen. Weil das niemand will, bleibt alles beim alten. Bild: Götz

Weil manche den Parkplatz vor der Felixkirche nachts offenbar mit einer Müllkippe verwechselten, ist er jetzt gesperrt. Die Freien Wähler wollten die gleiche Regelung auf die Felixallee als Zufahrt ausdehnen. Doch daraus wird nichts.

Gerhard Steiner zog den Antrag im Bauausschuss wieder zurück. Hauptgrund dafür ist, dass auch die Polizei von dieser Sperre abrät. Sie fürchtet eine Verlagerung des Verkehrs in andere Straßen. Zudem gilt dort bereits Tempo 30. Fahrbahnerhöhungen sollen Raser bremsen.

Das nutzt offenbar bei zwei Motorradfahrern nichts, die die idyllische Allee bisweilen für eine Rennstrecke halten. "Darauf werden wir immer wieder von Anliegern angesprochen", sagt Steiner. Dafür erntete er bei den anderen Stadträten zustimmendes Nicken und einen Seufzer von Bürgermeister Rupert Troppmann. "Wir kennen solche Probleme auch aus anderen Stadtteilen. Die Leute wissen, wer die Raser sind, wollen aber die Namen nicht nennen. Wenn wir aber auch wüssten, um wen es geht, könnte man diesen Leuten mal einen höflichen Brief schreiben." Auch die "Anlieger-frei"-Regel hätte nur geringen Effekt, erklärte Troppmann. Eben, weil sich der Verkehr andere Wege suchen würde. "Wenn ich das nur für die Felixallee mache, müsste ich es eigentlich für das ganze Viertel machen."
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