Fundamentale Erkenntnisse

Während der Sanierungsarbeiten in der Knorrstraße hievte die Baggerschaufel von Zacharias Rebl einen alten, aus Beton gegossenen Telekom-Kasten empor. In rund fünf Metern Tiefe machten Arbeiter der Gartenbaufirma Peter Meyer dann einen besonderen Fund.

Architekt Uwe Reil informierte Jochen Scherbaum vom Bamberger Grabungsbüro Archäologische Dokumentation. Er erläuterte am Donnerstag zweitem Bürgermeister Heinrich Maier, dass es sich bei dem historischen Quader aus Gneis vermutlich um Fundamentreste eines ehemaligen an der Nord-Ost-Ecke vorgelagerten Tor-Turms handeln könnte. Vermutlich sei an der massiven Mauerecke noch ein neuerer Wall angeschlossen gewesen.

Nicht historisch belegt

Die historischen Gesteinsbrocken werden nun untersucht und dokumentiert. Dadurch verzögern sich die Arbeiten in der Baugrube leicht. Nach Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege könne dann voraussichtlich am Montag die Deutsche Telekom den neuen Schacht auf der Straßenseite vor dem ehemaligen Postgebäude einsetzen. Dann werde die Grube zugeschüttet, und die Arbeiten gehen wie geplant weiter. Die neuen Erkenntnisse werden auch mit alten Aufzeichnungen verglichen und ausgewertet. Aus welcher Zeit der vermutliche Tor-Turm und die nachgelagerte Stadtmauer stammen, ist nicht historisch belegt oder nachweisbar. Auf Nachfrage verwies die Leiterin des Stadtarchivs, Ursula Wiechert, auf Anmerkungen in der Stadtchronik von Heinrich Ascherl ab Seite 668. (Hintergrund)
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