Gelobte Töne

Talent mit Auszeichnung: Der 19-jährige Andreas Bäumler ist nicht nur in St. Georg häufig zu hören. Er zeigte bei der Leistungsprüfung in Sulzbach-Rosenberg hervorragendes Wissen und Können. Bild: kwl

Für vier Einser erhielt Andreas Bäumler Silber und Bronze. Der 19-Jährige präsentierte sich nicht nur mit diesen Leistungen als talentierter Blechbläser

Ein Top-Resultat erzielte Bäumler auf der Trompete bei den Prüfungen des Nordbayerischen Musikbundes in der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg. Er machte gleich zwei Prüfungen miteinander - und dies ohne Vorkursvorbereitungen.

Beim Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze holte er in Theorie und Praxis die Note 1,0. Die Silber-Prüfung legte das Talent in Theorie ebenfalls mit 1,0 und die praktische Prüfung mit 1,5 ab. Auch der Prüfungsvorsitzende, Universitätsdozent und Solotrompeter Norbert Lodes, stellte die Leistung des begnadeten Bläsers heraus.

Musikalische Famile

Praxisunterweisung und Trompetenunterricht erhielt er beim Flosser Musikschulleiter Hans Sellmeyer. Das theoretische Rüstzeug bekam der Instrumentalist vom Elternhaus. Vater Harald ist Chorregent des Neustädter Kirchenchors und Mutter Klara stellvertretende Leiterin der Musikschule Moosbach. Mehr als 13 Jahre erhielt der junge Bäumler Klavierunterricht bei Elvira Kohl und später bei Karl-Heinz Kuhl. Seit eineinhalb Jahren bläst der Flosser in der Stadtkapelle Neustadt die erste Flügelhornstimme.

In der praktischen Prüfung trug Bäumler unterschiedliche Dur-Tonleitern mit den dazugehörigen parallelen harmonischen und melodischen Molltonarten in einem bestimmten Tempo auswendig vor. Zudem hatte der Prüfling ein durch Los gezogenes Vortragsstück, eine Etüde und eine von der Prüfungskommission ausgewählte Komposition vom Blatt zu spielen.

Akkorde und Intervalle

In der Theorie waren Instrumentenkunde sowie ein Rhythmus- und Gehördiktat an der Reihe. Weiter wurden die unterschiedlichen Taktarten, die gebräuchlichen Tempo- und Vortragsbezeichnungen sowie Intervalle abgefragt. Ferner mussten die Akkorde fein bestimmt werden. Auch verminderte und übermäßige Dreiklänge waren zu erkennen. In Form eines Lückentextes war ein Melodiediktat angelegt.

Die Urkunden und Leistungsabzeichen überreichte Kapellenleiter Karl Wildenauer just am 50. Geburtstag von Vater Harald Bäumler. Auch Musikschul-Chef Reinhold Schwarzmeier freute sich über diese einmalige Leistung des zuverlässigen Orchestermitglieds. Bei handwerklichen Arbeiten sei der Bläser immer dabei. Neben solistischen Auftritten wirkt der begnadete Musiker auch in verschiedenen Bläserformationen und im Neustädter Kirchenorchester mit.
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