Gregorianische Impressionen in St. Georg

Hans-Martin Limberg spielt am Sonntag in der Kirche St. Georg in Neustadt/WN. Der Organist aus Münster bringt dafür eigene Kompositionen mit. Bild: hfz

Orgelkonzerte finden in Neustadt nicht oft statt. Umso mehr darf man sich freuen, dass mit Hans-Martin Limberg ein anerkannter Organist und Komponist den Weg in die Oberpfalz findet. Auf eines freut er sich besonders.

Am Allerseelensonntag gastiert in der Neustädter Stadtpfarrkirche St. Georg mit Hans-Martin Limberg ein außergewöhnlicher Organist, der ausschließlich Werke aus seiner eigenen Feder zu Gehör bringen wird. Die Kulturredaktion konnte dem vielseitigen Künstler ein paar Fragen stellen.

Herr Limberg, Sie treten als Komponist, Pianist, Organist und Keyboarder musikalisch in Erscheinung. Wo liegt Ihr Schwerpunkt bzw. was machen Sie am liebsten?

Hans-Martin Limberg:Der momentane Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich der zeitgemäßen, modernen Orgelmusik. Ich führe meine Kompositionen im Allgemeinen selber auf. So kommt es in jedem Falle zu einer authentischen Interpretation.

Wo liegen Ihre musikalischen Wurzeln? Über welche Stationen haben Sie Ihren eigenen musikalischen Weg gefunden?

Limberg:Durch die Schulmusikertätigkeit meines Vaters kam ich in früher Kindheit in Kontakt mit den verschiedensten Arten von Musik. Nach dem Studium der Schul-und Kirchenmusik in Detmold und Dortmund war ich einige Jahre als Kantor in Münster tätig. Seit 1986 bin ich freiberuflicher Konzertorganist, komponiere, arrangiere und spiele Konzerte in den verschiedensten Besetzungen. Dazu kommen umfangreiche Aktivitäten im Jazzbereich.

Auf Ihrer Website schreiben Sie "Auf der Suche nach der eigenen Ur-Melodie, der Musik, die jeder Mensch in seinem Innern hört, entsteht meine Musik." Entsteht Ihre Musik mehr aus dem improvisatorischen Duktus oder arbeiten sie gezielt konstruierend an Ihren Kompositionen?

Limberg:Meistens erwachsen sie aus der Improvisation. Dadurch wirken sie auch nie gekünstelt oder konstruiert.

Worin besteht das spezifisch Neue Ihrer Musik? Welche Botschaft möchten Sie dem Zuhörer übermitteln?

Limberg:Da ich stets dem Jazz sehr zugeneigt war und bin, fließen diese Stilelemente auch in meine Orgelkompositionen. Das könnte man als "neuartig" bezeichnen. Normalerweise teilt sich meine "Botschaft" beim Hören meiner Musik jedem Hörer individuell mit. Dabei entstehen beim Zuhören auch oft bestimmte "Bilder" im Kopf.

Welches Programm haben Sie für die Zuhörer in Neustadt mitgebracht?

Limberg:Ich werde hier mein neues Programm "Gregorianische Impressionen" vorstellen. In dieser Musik habe ich viele Zitate aus dem gregorianischen Gesang (zum Beispiel Salve Regina, Veni creator spiritus, Regina caeli) auf meine Weise verarbeitet.

Wie haben Sie den Weg nach Neustadt "gefunden"?

Limberg:Zufällig entdeckte ich in einem Orgelmagazin den Neubau Ihrer Orgel. Dies hat mich neugierig gemacht und deshalb nahm ich den Kontakt auf. Ich kann mir meine Musik sehr gut an der Jann-Orgel der Stadtpfarrkirche St. Georg vorstellen. Wie es dort konkret klingt, werde ich auch erst vor Ort merken. Darauf freue ich mich und bin gespannt.

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Hans-Martin Limberg spielt am Sonntag, 2. November, 19 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Georg, Neustadt a. d. Waldnaab. Der Eintritt ist frei.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.limbergmusic.de
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