Gründerpreis im Blick

Der Neustädter Dominik Guber (Mitte) erreichte gemeinsam mit den beiden Mitgründern des Unternehmens Customized Drinks GmbH mit Sitz in München das Finale des deutschen Gründerpreises. Einen Pokal können sich die drei noch in der Fernsehgala im ZDF am 30.06. holen. Bild: prh

2012 gründete der in Neustadt geborene und aufgewachsene Dominik Guber während seines Studiums in München die Customized Drinks GmbH. Mit seinem innovativen Unternehmen schlug er Mitkonkurrenten aus dem Feld und schaffte den Sprung ins Finale des Deutschen Gründerpreises.

Wer von den drei Finalisten den Pokal erhält, entscheidet sich am Dienstag, 30. Juni, in einer Fernsehgala im ZDF. Das Unternehmen steht hinter dem Produkt "Braufässchen", mit dem man via Internet auf schnellste und einfachste Möglichkeit zu Hause sein eigenes Bier brauen kann. "Der Hauptgrund für die Geschäftsidee war tatsächlich, dass wir mit der Biervielfalt in Deutschland etwas unzufrieden waren und nach einer Möglichkeit gesucht haben, diese zu erhöhen", klärt der 27-jährige Neustädter auf.

Guber hat eine schulische Karriere hingelegt, die sich sehen lassen kann. Nach der Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Firma Witt in Weiden. Danach erreichte er an der BOS Weiden und der BOS Schwandorf die fachgebundene Hochschulreife. Im Anschluss daran begann er ein Studium für Maschinenbau an der TU München und belegte den Studiengang Entrepreneurship/Unternehmensgründung an dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA.

Mehr Mitarbeiter

2012 kam ihm mit zwei Studenten die Idee, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das "Braufässchen" und die damit verbundene Möglichkeit, zu Hause selbst Bier zu brauen, schlug wie eine Bombe ein. "Wir haben unser Startup parallel zum Studium aufgebaut und sind inzwischen zehn Mitarbeiter." Seit dem Verkaufsstart im Sommer 2012 hat das Unternehmen bis heute mehr als 70 000 Fässchen verkauft. Alleine 2014 waren es 40 000 und ein Umsatz von 1,3 Millionen Euro", freut er sich.

Bis 2017 strebt das Unternehmen einen Jahresumsatz von 10 Millionen Euro sowie ein Wachstum auf 25 bis 30 Mitarbeiter an. Neben der Internationalisierung von "Braufässchen" wollen die drei außerdem auch durch den Vertrieb von Heimbraurohstoffen und Lebensmittelzutaten wie Aromen weiter wachsen.

Mit diesem Ansatz haben sie es gegen mehrere Hundert Mitkonkurrenten bis ins Finale des Deutschen Gründerpreises 2015 in der Kategorie StartUp geschafft. "Anfangs konnte ich es noch nicht wirklich glauben, dass wir es mit der eigenen Firma wirklich bis unter die drei Finalisten geschafft haben. Inzwischen habe ich es etwas realisiert und es ist definitiv eine der größten, wenn nicht sogar die höchste Auszeichnung, die ich bisher in meinem Leben erhalten habe", freut sich Guber. Allerdings sind da zwei Mitkonkurrenten. Doch gewonnen haben sie jetzt schon: Jeder der drei Finalisten erhält als Preis unter anderem ein individuelles Coaching einer Unternehmensberatung im Wert von circa 250 000 Euro, ein Medienpaket von Stern und ZDF (Wert ebenfalls etwa 250 000 Euro) und den Zugang zum Alumni-Netzwerk des deutschen Gründerpreises.

Arbeit hat sich gelohnt

Außerdem sieht er in der Auszeichnung auch eine Bestätigung für die Arbeit des ganzen Teams. "Gerade die Kombination aus Studium und eigener Firma war teilweise eine unglaubliche Herausforderung, die sich aber mit dieser Auszeichnung auf jeden Fall gelohnt hat." Das Studium ist inzwischen so weit abgeschlossen.

Die nächsten Jahre will Guber weiter am Aufbau der eigenen Firma arbeiten. Er kann sich keinen abwechslungsreicheren Job vorstellen. "Da ich auch in Zukunft gerne im Bereich Gründung/Startups tätig sein möchte, kann ich mir in den nächsten fünf bis zehn Jahren gut vorstellen, weitere Unternehmen, vielleicht auch in der Oberpfalz, zu gründen." Irgendwann wäre dann aber noch ein MBA (Master of Business Administration) in den USA sein Traum. Nun gilt es, die Daumen zu drücken, damit das Unternehmen des Neustädters auch noch den Pokal holt (Hintergrund) .
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