Gummibärchen im Reagenzglas

Die Gummibärchen mussten bei den Experimenten im Chemiesaal einiges über sich ergehen lassen. Den Schülern machte es Spaß, und die Zuschauer kamen scharenweise. Bilder: bgm (2)

"An unserer Schule ist es so schön. Ab der achten Klasse kennt einen jeder Lehrer beim Namen." Lisa Fink aus der 10 b ist vom Gymnasium begeistert. Beim Tag der offenen Tür gab die Bildungsstätte am Samstag Einblick in ihr vielfältiges Angebot.

"Auch im Sekretariat wird man mit dem Namen angesprochen", erzählt Lisa Fink sichtlich erfreut weiter. Und dann herrsche auch noch "ein super Verhältnis" zwischen Lehrern und Schülern.

Dass sich die Vorzüge des Gymnasiums auf dem Felixberg nicht nur auf ein offenbar sehr gutes Schulklima beschränken, bewiesen die verschiedenen Fachschaften. Die Naturwissenschaftler luden zur Chemieshow "Feuer und Farben im Land der Gummibärchen". "Man kann mit Gummibärchen viel machen. In bestimmten Chemikalien lösen sie sich auf, prickeln wie Brause oder verlieren ihre Farbe", erklärte Konstantin Fuchs.

Kickern für Schulgarten

Physikschüler demonstrierten die Wirkung eines Vakuums anhand eines Schokokusses. Unter einer Glasglocke wird mit einer Pumpe die Luft abgesaugt. Dadurch erhöht sich der Druck im Schokokuss, bis seine Hülle bricht und der Schaum ausläuft. "Das Gymnasium Neustadt bietet sehr viel - ein hervorragendes Angebot", ist Schülervater Michael Schraml überzeugt. "Physik am Mittag, Technikteam und vieles mehr. Das geht über das normale Maß hinaus." Als bei ihnen vor ein paar Jahren die Frage nach dem richtigen Gymnasium anstand, hatte die Familie hin- und herüberlegt. Nach dem Tag der offenen Tür war die Entscheidung gefallen - für Neustadt. Auch die Mittelstufe Plus, die Möglichkeit in neun Jahren zum Abitur zu kommen, hält er für vorteilhaft. "Es ist mit Sicherheit interessant für Schüler, ein bisschen mehr Zeit zur Vertiefung zu haben."

Der Verein der Freunde des Gymnasiums lud zum "Kickern für den Schulgarten". Für einen Einsatz ab 50 Cent durften Besucher gegen eine Schulmannschaft antreten. Unterlagen sie den Schülern, wurde aus dem Einsatz eine Spende für den Schulgarten beim Sportplatz. Im "Lateinischen Klassenzimmer" hatten Schüler und Eltern der sechsten Klassen Olivenbrot, Frischkäsezubereitungen und Tapenaden vorbereitet. "Dass die Schüler und die Eltern sich da so eingesetzt haben, finde ich echt klasse", freute sich Lateinlehrerin Christine Kraus.

Gleich nebenan im British American Café gingen die Hot Dogs wie die sprichwörtlich warmen Semmeln über die Theke. "Wir haben heute 160 Hot Dogs gehabt. Innerhalb kürzester Zeit waren sie ausverkauft", berichtete Studiendirektor Josef Markl. Die Einnahmen kommen den Schülern zugute. Im vergangenen Jahr gab es zum Beispiel vergünstigten Eintritt in die englischsprachige Aufführung des White Horse Theatre.

Urwaldtraining

Beim Urwaldtraining in der Sporthalle, einem Klassiker, hangelten sich Jungen und Mädchen über wackelige Seile, schwangen sich wie Tarzan an dicken Tauen zum nächsten Kasten und kraxelten über Sprossenwände. Bei "Dance meets gymnastics" waren viele Augen auf die sportliche Choreografie der Mädchen der 5. bis 9. Klassen gerichtet. Kurz vor der Aufführung habe es zwar ein bisschen Zeitprobleme beim Training gegeben, verrät Sportlehrerin Kathrina Bulach. Am Ende habe aber alles bestens geklappt. "Das haben sie gut gemacht", lobte Bulach.
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