Gymnasium Neustadt: "Mittelstufe plus" sehr gefragt
Vier gewinnt

Fast könnte das Gymnasium am Felixberg als Insel der Seligen im sturmgepeitschten Meer der Kultusbürokratie die Fahne hissen. Rund 38 Prozent der Siebtklässler haben sich für das Angebot der "Mittelstufe plus" entschieden. Das teilte Schulleiter Dr. Anton Hochberger auf Anfrage mit.

Es bedeutet, dass es ab September ab der achten Jahrgangsstufe in Neustadt je zwei G-8-Regelklassen und eine Mittelstufe-plus-Klasse geben wird. "Das ein guter Schnitt", ist Hochberger zufrieden. Kollegen an anderen Gymnasien haben damit zu kämpfen, überhaupt noch G-8-Regelklassen anzubieten, so groß ist der Ansturm auf die verlängerte Mittelstufe. Sie dauert bei diesem Projekt vier statt nur drei Jahre, läuft also de facto auf das neunjährige Gymnasium hinaus.

Bayernweit wollen an den 47 Modellschulen im Schnitt rund 60 Prozent der Schüler und Eltern einen Platz in der neuen Mittelstufe. Das Kultusministerium kalkulierte ursprünglich mit 25 Prozent. Dass die 38 Prozent an seiner Schule diese Vorgabe nicht allzu gewaltig sprengen, freut Hochberger: "Ich denke, das ist wie bei Börsenkursen. Am Anfang ist die Stimmung überhitzt, dann kühlt sich das auf ein Normalmaß ab." Zumal Kultusminister Ludwig Spaenle bereits durchblicken lässt, den Modellversuch auf viele weitere Gymnasien auszuweiten.

Noch aber hat Neustadt neben dem musischen Zweig damit ein Alleinstellungsmerkmal in der Nordoberpfalz. Ob die "Mittelstufe plus" die Schülerzahlen auf dem Felix explodieren lässt, wird sich nächste Woche zeigen. Dann läuft die Anmeldung für die fünfte Klasse.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.