Häuser steigen im Wert

Über 2500 Kinder und Jugendliche wollen jeden Tag zu den Schulen.

Das Ergebnis des Entwicklungskonzepts spricht für Neustadt als Wohnort: die Nachfrage nach Häusern ist größer, als der Markt zu bieten hat. Noch besser ist, dass die Immobilien ihren Wert behalten haben.

"Sie verlieren im Sog der demografischen Entwicklung nicht an Substanz", informierte Bürgermeister Troppman in der Bürgerversammlung am Mittwochabend. Das sei wichtig, um den Anreiz zu schaffen, Wohneigentum zu erwerben. Auch Baugrundstücke sind attraktiv, deshalb wolle der Stadtrat alle Eigentümer mit Baugrund anschreiben. "Die Stadt würde den Grund sofort aufkaufen." Die Kämmerin habe bereits über 100 Bauplätze ausgemacht.

Der Rathauschef macht sich keine Sorgen, die Grundstücke nicht loszuwerden. "Das neue Gebiet, dass mit der Verlängerung der Straße am Vogelherd entsteht, wird von Interessenten überschwemmt." Nach derzeitiger Planung sollen bis Ende 2016 Erschließungsmaßnahmen wie die Wasserversorgung, Telefonsanschlüsse oder Telefonleitungen abgeschlossen werden.

Für die Zukunft

Das Entwicklungskonzept sieht Troppmann als "Richtschnur für die Zukunftsarbeit im Stadtrat". Und dazu gehöre für ihn auch, den Bürgern eine gute Breitbandversorgung zu bieten. In Stadtgebieten wie dem Kulturhügel oder dem Mühlberg soll die Geschwindigkeit deshalb auf mindestens 30 Megabyte steigen.

Allerdings verläuft in der Stadt nicht alles so reibungslos. Ein Problem ist die Verkehrssituation, die morgens und mittags im Bereich des Kulturhügels herrscht. "Über 2500 Kinder und Jugendliche wollen da jeden Tag zu den Schulen." Die Zahl an Autos, die da zusammenkommt, müsse sich reduzieren. Der Plan: Eventuell Aussteige-Plätze auf dem Pendler-Parkplatz und an der ehemaligen Glashütte Osram ausweisen. "Außerdem ist der Ausbau kurzer und ungefährlicher Fußwege in Diskussion." In einer Schulleiterkonferenz soll nach einer Lösung gesucht werden. Auch die Gehwege innerhalb des Stadtgebietes sollen zukünftig in Angriff genommen werden.

Kurzes Gedächtnis

Für Bahnreisende, Wanderer oder Pendler ist die Parksituation kein Problem mehr. Die Erweiterung des Pendler-Parkplatzes in der Georgstraße ist nämlich abgeschlossen. "Wenn das auch eher unbemerkt über die Bühne ging", fügte das Stadtoberhaupt an. Aber das menschliche Gedächtnis sei manchmal kurz, deshalb wolle er an diese Investition noch einmal erinnern. "Aber wie alle anderen Ausgaben auch, hat die Stadt sie zum Wohl der Bevölkerung vorgenommen", stellte der Bürgermeister klar.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.