Haushalt 2014: Rechnungsprüfer sprechen von positivem Erlebnis
Steuerzahler und Parksünder

Entweder war im vergangenen Jahr die Parkmoral der Neustädter schlechter als in den Vorjahren oder die Politessen und ihre männlichen Kollegen waren findiger als bisher. Jedenfalls war das Minus im Haushalt geringer als im Vorjahr. Diese Überraschung war nur eine der Erkenntnisse, die Joe Arnold im Bericht über die Rechnungsprüfung des Haushalts schmunzelnd seinen Kollegen im Stadtrat vortrug.

Günstiger als geplant kam die Stadt auch bei den Serenaden weg. "Die vorhergesehenen Ausgaben wurden erheblich unterschritten", sagte der CSU-Fraktionssprecher ohne konkrete Zahlen zu nennen. Zwar sei der Aufwand für den weiten Bereich der Heimatpflege um 10 000 Euro geringer als im Vorjahr, doch dafür war eine Nachzahlung zur Künstlersozialversicherung für die Zeit von 2009 bis 2013 in Höhe von 2196 Euro fällig.

Um 36 000 Euro höhere Ausgaben als im Haushaltsansatz vorgegeben fanden die Prüfer bei den Planungskosten für das Baugebiet Rumpler 3. Hier war die unerwartete Schnelligkeit ausschlaggebend. Mit 15 600 Euro Mehrkosten für die Erneuerung von Heizung und Wasserleitung musste die Stadt zurechtkommen. Die Restarbeiten der Tiefgarage kamen sogar um 159 000 Euro teurer als erwartet.

Als erfreulichsten Einzelhaushalt stellte Arnold die allgemeine Finanzwirtschaft heraus. Unter diesem Punkt vereinigten sich ein Plus der ursprünglich schon hoch angesetzten Steuereinnahmen um 122 000 Euro und ein Minus bei den Zinszahlungen von 15 000Euro.

Ursprünglich wollte die Stadt 92 000 Euro aus ihren Ersparnissen nehmen. Doch stattdessen durfte Kämmerer Eduard Bergler 368 000 Euro aufs Konto überweisen. "Ein Vorgang, der sowohl für den Kämmerer als auch für die Rechnungsprüfer ein sehr seltenes und positives Erlebnis darstellt."
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