Headbanger im siebten Himmel

Und hoch die Pommesgabel: "Deadlock"-Sängerin Margie Gerlitz gibt den Takt vor, die Headbanger-Gemeinde ist voll dabei. Bilder: Lisa Mages

Die Feuerwehr musste nicht ausrücken - und das, obwohl die Bude lichterloh brannte. Allerdings und gottseidank nicht im wörtlichen Sinn. Um im Bild zu bleiben: Fünf Bands brannten am Samstag im Feuerwehrhaus ein Feuerwerk ab, aber ein musikalisches wohlgemerkt.

Wer auf Rock, Metal und Thrash steht, fühlte sich bei "Firehouse XII" wie im siebten Himmel. Die Bands, allen voran die starken Headliner "Deadlock", gaben alles, und auch das Publikum - zumindest in den ersten Reihen - war nach exzessivem Headbanging schweißgebadet.

Über 300 Fans

Über 300 Fans pilgerten ins Gerätehaus der Neustädter Floriansjünger, die zusammen mit "Firehouse"-Hauptorganisator Mirtl Beutler die zwölfte Auflage der Veranstaltung einmal mehr vorbildlich organisiert hatten. Essen, Trinken, Barbetrieb und sogar einen kostenlosen Heimfahrservice boten die Neustädter Rothelme an, und so manch ein Besucher war ganz froh darüber, sich in der nächtlichen Kälte nicht zu Fuß auf den Nachhauseweg machen zu müssen.

Am besten gefielen dem Publikum aber die musikalischen Darbietungen. Wer harte Gitarrenriffs und gröhlende Shouts liebt, war im Feuerwehrhaus an diesem Abend bestens aufgehoben. Die große Ausnahme der fünf auftretenden Bands waren die Neustädter Lokalmatadoren von "Rising Storm" - mit "Firehouse"-Mastermind Mirtl Beutler am Bass -, die mit ihrem melodiösen Hard- und Bluesrock fast schon für einen musikalischen Stilbruch sorgten.

Lauter, härter, schneller

Ansonsten galt die Devise: Je lauter, härter und schneller, desto besser. Opener "Fat Madam", "Any color of light" und auch die letztjährigen Headliner "Dubiosis" prügelten den Zuhörern ihren Thrash Metal, Metal und Melodic Death Metal gnadenlos um die Ohren. Dagegen kamen "Deadlock", die sehnsüchtig erwartete Hauptattraktion des Abends, fast schon vom eingeschlagenen Weg, was musikalische Härte betrifft, ab. Vor allem durch die melodiösen Parts von Sängerin Margie Gerlitz wirkte ihr Melodic Death Metal beinahe hitparadentauglich. Aber auch nur beinahe.

Sowohl Publikum als auch Veranstalter waren von den Darbietungen der Bands und dem gelungenen Abend begeistert. "Wir haben für jeden Besucher einen absoluten Top-Event geboten", zieht der musikalische "Firehouse"-Macher Mirtl Beutler zufrieden Bilanz. Auch die Organisation habe perfekt funktioniert, schwärmt er überdies vom Engagement des fleißigen Feuerwehrteams. "Alles war top."

"Firehouse XIII" geplant

Ein solch perfekter Abend motiviert natürlich zu weiteren Taten. Und so verspricht Beutler allen Fans schon jetzt, dass die 13. Auflage des Musikfestivals bereits in Planung ist. "Die eine oder andere Band ist schon verpflichtet."
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