Hilfe bei Schulden und Problemen

Fast 160 000 Euro fallen beim Allgemeinen Sozial- und Schuldnerberatungsverein (AS) pro Jahr an Personalkosten an. In der Jahreshauptversammlung beschloss der Zusammenschluss eine Ausweitung seiner Aktivitäten.

Kassier Jürgen Schittenhelm sprach angesichts der Ausgaben für die Beschäftigten von einem "kleinen Großunternehmen". Schuldnerberater Marc-Thomas Sturm bearbeitete mit seinem Team 36 gerichtliche und zwei außergerichtliche Insolvenzfälle. "Im Vergleich zu früheren Jahren streben jetzt häufiger Schuldner mit Beträgen unter 5000 Euro Schulden ein Insolvenzverfahren an." Die Beratung bleibt kostenlos.

Stellvertretend für die Leiterin der Vermittlung von gemeinnützigen Arbeitsstunden, Liane Heinze, berichtete Sturm von der Vermittlung von 111 Personen. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitsstellen nannte er gut.

18 Betreuungsplätze

Die zwei Wohnungen für Probanden der Bewährungshilfe in Weiden sei gut belegt, sagte Projektleiter Gerald Jobst. Einen erneuten Zuwachs beim ambulant betreuten Wohnen meldete Sozialpädagogin Izabela Widmann. Der Bezirk hat 18 Betreuungsplätze genehmigt. Immer mehr leben in eigenen Wohnungen und nicht im Neubau des Vereins.

Petra Schaffarz und Marc-Thomas Sturm informierten zusammen mit FSJ-Mann Fabio Schwanecke über die weitgehend positive Situation in den beiden Asylbewerberunterkünften der Kreisstadt. "Hin und wieder gibt es kleinere oder größere Probleme, die wir dann versuchen, durch Gespräche mit den Betroffenen aufzuarbeiten." Seit Februar 2015 würden auch Asylbewerber in der Zacharias-Frank-Straße betreut, so Sturm.

Um auch Vormundschaften zu übernehmen, müsse man die Satzung ändern, sagte Vorsitzender Hans Maier. Da es im Landkreis derzeit sehr viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gebe, würden dringend Vormünder benötigt, führte der zweite Vorsitzende, Rechtsanwalt Bernhard Piehler, aus.

Antrag ist gestellt

Derzeit behelfe man sich mit Vereinsmitgliedern, die beruflich Betreuungen übernehmen. Ziel sei es, dass künftig auch der Verein selbst entsprechendes Fachpersonal anstellt. Ein Antrag auf Anerkennung sei beim Landesjugendamt in München gestellt. Die Mitglieder sprachen sich für die Satzungsänderung aus.
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