Im Laufschritt nach Uganda

Für diesen Spendenscheck hatte die ganze Schulgemeinschaft zusammengeholfen und war 18 870 Kilometer weit gelaufen. Bild: bgm

Zusammen lassen sich weite Strecken überwinden. Zum Beispiel von Neustadt nach Uganda und wieder zurück. Bei einem Spendenlauf legten Schüler, Lehrer und Prominente 18 870 Kilometer für einen guten Zweck zurück.

"Es ist schön, dass es von einer Schule in die andere fließt", freute sich Pater Stanislaus bei der Abschlussveranstaltung des Spendenlaufs der Lobkowitz-Realschule. Das Motto lautete "Von Neistadl to Uganda, laffma mitananda". Es sind 1492 Euro zusammengekommen, die dem Uganda-Hilfsprojekt des Klosters St. Felix gelten. Nach den "Lobko-Games", dem Sportfest der Schule, ließ die Schulgemeinschaft die virtuelle Reise nochmal Revue passieren. Für die letzten Runden über den Sportplatz war prominente Unterstützung gekommen. Die beiden Schirmherren Eric Frenzel, Weltmeister in der Nordischen Kombination, und Gerd Schönfelder, Seriengewinner bei den Paralympics, liefen mit Schülern, den Ideengebern Philipp Siegert und Michael Singer sowie Schulleiter Johannes Koller die letzten Kilometer.

Asterix und Obelix dabei

Der Verlauf erstreckte sich über den Globus. Es ging zunächst in die Türkei, über Ägypten, wo sich Pharao Tutanchamun dem Läuferpulk anschloss, und schließlich nach Uganda. Für den Rückweg entschied man sich für die längere Variante. In Nigeria schlossen sich ein paar Fußballstars an, um über Marokko, Gibraltar und durch die Sierra Nevada und die Pyrenäen nach Frankreich zu kommen. Dort mischten sich sogar Asterix und Obelix zu den Spendenläufern. All das war natürlich nur eine gedankliche Reise, die Erfolge und Spenden aber sind real.

Seit einer Auftaktveranstaltung am 16. März hielten alle Teilnehmer auf Laufkarten ihre privat und im Sportunterricht zurückgelegten Kilometer fest. Zuvor hatten sie sich Sponsoren aus dem privaten Umfeld gesucht, die für jeden Kilometer einen bestimmten Betrag spendeten. Unterstützung kam von allen Seiten. Wolfgang Schwarz, Sportreferent und DJK-Vorsitzender, hatte dafür gesorgt, dass 25 DJK-Läufer die Strecke des Nofi-Laufs zugunsten der Spendenaktion bewältigten. Neben dem sozialen Engagement taten die Realschüler auch etwas für ihre Gesundheit. "Zum einen dient es der körperlichen Fitness unserer Schüler, die ja den größten Teil der Unterrichtszeit in eher ungesunden Haltungen - sitzend - verbringen", sagte Koller. Zum anderen diene es auch der Förderung der Gemeinschaft, getreu dem Schulmotto "Wir sind ein starkes Team". Als sportlichste Klasse tat sich die 5b mit 2360 Kilometern hervor. Die fleißigsten Einzelläufer waren Sarah Stumpf (Klasse 5b) mit 199 Kilometern, Sandra Schreyer (5a) mit 261 Kilometern und Manuel Joachimstaler aus der 8d, der alleine über 500 Kilometer zum Spendensammeln zurücklegte.

"Technical Institute"

Alle Spenden für das Ugandaprojekt des St.-Felix-Klosters kommen der Schule "Technical Institute" in Kagooge zu Gute. Dabei handelt es sich um ein Ausbildungszentrum für Bewerber, die mindestens einen Realschulabschluss haben und sich als Schlosser oder in der Holzverarbeitung ausbilden lassen wollen. 45 Schüler besuchen die Einrichtung aktuell.
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