Immer das Gemeinwohl im Blick

Stellvertretend für Innenminister Joachim Herrmann verlieh am Donnerstag Landrat Andreas Meier (hinten, Mitte) die kommunale Dankurkunde an 25 langjährige Kommunalpolitiker. Bild: bgm

"Die kommunalpolitische Ebene ist zwar die unterste, aber man ist am direktesten dran", sagte Landrat Andreas Meier vor 25 verdienten Kommunalpolitikern und den Bürgermeistern ihrer Heimatgemeinden.

"Es ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr, sich für ein politisches Amt zur Verfügung zu stellen", betonte Landrat Meier, als er in der Schlosskapelle die kommunale Dankurkunde an engagierte Lokalpolitiker verlieh. Neben der ein oder anderen Spende, um die man als Kommunalpolitiker gebeten werde, müssten die Kreis- und Gemeinderäte vor allem viel Freizeit aufwenden.

Als Kommunalpolitiker habe man - anders als in der Landes- und Bundespolitik - stets eine direkte Rückkopplung zum Wähler. Ob direkt nach der Gemeinderatssitzung, am Sonntag nach der Kirche oder im Wirtshaus - die Bürger sagen ihre Meinung zu den Beschlüssen der Räte. "Letztlich sind wir als Kommunalpolitiker alle darauf vereidigt, auf das Gemeinwohl zu achten", mahnte Meier. Die Partei oder persönliche Ziele dürften keine Rolle spielen.

Hohe Anerkennung

Josef Hammer sprach stellvertretend für die anwesenden Bürgermeister. "Es wird immer schwieriger, Leute dazu zu motivieren, zu kandidieren und sich für ein Amt zur Verfügung zu stellen", sagte der Gemeindechef von Irchenrieth. Umso mehr verdiene das Engagement der Jubilare hohe Anerkennung. "Ihre Arbeit ist mit Geld nicht zu bezahlen", unterstrich Hammer und erinnerte daran, das mit dem Amt eines Gemeinderats auch eine gewisse Haftungsfrage verbunden sei: "Der Bürgermeister ist sicher der erste, aber auch der Gemeinderat steht in der Verantwortung."

Alle Geehrten haben durch eine Vielzahl von Ehrenämtern großen Einsatz für die Gesellschaft bewiesen. Dr. Gabriele Hagemann ist seit 1996 Kreisrätin. Sie war unter anderem Mitglied im Krankenhaus-, im Personal- und im Fremdenverkehrsausschuss. Aktuell sitzt sie im Ausschuss für Umwelt- und Energiefragen sowie im Rechnungsprüfungsausschuss und ist Mitglied im Zweckverband der "Steinwaldgruppe". Seit 2008 gehört sie zudem dem Gemeinderat von Altenstadt/WN an, wo sie aktuell im Bau- und Rechnungsprüfungsausschuss Sitz und Stimme hat.

Auch Markus Dobmeier hat trotz seines noch jungen Alters schon viele Ämter ausgeübt. Von 2002 bis 2008 war er Mitglied des Kreistags und von 1996 bis heute Gemeinderat in Schirmitz. Von 1990 an war er zwölf Jahre Vorsitzender der Jungen Union Schirmitz, und seit 2013 hat er den Vorsitz des CSU-Ortsverbandes inne. Dagmar Mittelmeier gehörte von 1996 bis 2014 dem Kreistag an, wo sie von 2008 bis 2012 die SPD-Fraktion als Vorsitzende führte. Bis Mai 2014 war sie ebenfalls 18 Jahre Stadträtin in Vohenstrauß und Mitglied des Rechnungsprüfungs-, Bau- und Jugendausschusses.

Viele Jubilare

Ebenfalls geehrt wurden Karl Bauer (Leuchtenberg), Eleonore Dreßler (Floß), Alfred Eckl (Tännesberg), Hans Eckl (Tännesberg), Martin Gleixner (Vohenstrauß), Wolfgang Gorny (Schirmitz), Ernst Heisl (Mantel), Margarete Höfler (Püchersreuth), Willibald Hofmann (Vorbach), Alfons Höllerl (Speinshart), Klaus Hundhammer (Altenstadt/WN), Karl Liebl (Moosbach), Johanna Ludwig (Störnstein), Ludwig Lukas (Irchenrieth), Hubert Meiler (Störnstein), Johann Rupprecht (Trabitz), Josef Schafbauer (Moosbach), Konrad Schell (Störnstein), Ernst Schmid (Bechtsrieth), Johann Simon (Altenstadt/WN), Edeltraud Wang (Störnstein) und Michael Wurzer (Irchenrieth).
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.