Jeder Baum ein Traum

Christbäume aus dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald gibt es im "Tannenland" in Pressath. "Heimisch, ökologisch, frisch", lautet der Leitspruch von Gerhard Hösl.

Seit Dienstag öffnen die Kinder die Türchen am Adventskalender. Es sind nur noch 19 Tage bis Weihnachten. Langsam wird es Zeit, sich um den Christbaum zu kümmern. Im Landkreis ist das Angebot groß. Hier kann man sich den Baum vor der Haustür aussuchen, selbst abschneiden und ins Wohnzimmer stellen.

(fz) Weg von Bäumen "von der Stange" - hin zum Christbaum aus dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald: "Jeder Baum ist ein Traum", sagt Förster Gerhard Hösl. Das kann man nur unterstreichen, wenn man das "Tannenland" in Pressath an der Kreisstraße nach Grafenwöhr betritt. Auf fünf Hektar stehen 15 verschiedene Tannenarten. Fähnchen an den Bäumen zeigen an, welche "reif für das Wohnzimmer" sind. Wer einen Baum aus heimischer Produktion kauft, bekommt nicht nur einen frischen mit längerer Nachhaltigkeit, der in der Wohnung richtig aromatischen Duft verbreitet. Er leistet auch einen ökologischen Beitrag.

Mit dem Herkunftszeichen "Christbaum aus dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald" dürfen nur Bäume gekennzeichnet werden, die schon als Jungpflanzen aus der Region stammen und ökologisch ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln herangewachsen sind. Zudem dürfen sie nicht vor dem 25. November geschlagen worden sein.

Wunschbaum aussuchen

Die sieben am häufigsten verkauften Baumarten in Pressath sind Nordmann- und Coloradotanne, Blaufichte, Koreatanne, Korktanne, Edeltanne und Küstentanne. Im "Tannenland" kann man auf Entdeckungsreise nach einem Christbaum gehen: durch das Areal marschieren, sich den Wunschchristbaum aussuchen und selbst absägen. Die Farbe der Fähnchen zeigt den Preis an, der sich nach Größe und Qualität richtet. Seit neuem gibt es "Tannenland"-Christbäume auch in Altenstadt/WN am Parkplatz Egerländerstraße/B22.

40 Kilometer südöstlich im "Christbaumhof" der Familie Kammerer in Döllnitz (Markt Leuchtenberg) an der Bundesstraße 22 nach Cham dreht sich derzeit ebenfalls alles um den Weihnachtsbaum. Auf der neun Hektar großen Fläche stehen Tausende Christbäume in allen Größen. Zu 90 Prozent sind es Nordmanntannen, "weil das der beliebteste Baum ist und am schönsten wächst", verrät Bernhard Kammerer. Auch er setzt auf ökologischen Anbau. Im Sommer mäht er das Unkraut zwischen den Bäumen. Die viele Arbeit des Jahres sieht man an Weihnachten nicht mehr. Bereits im Oktober kehrte Leben auf dem Christbaumhof ein. Familien nutzten die Möglichkeit und suchten sich bei einem Spaziergang mit den Kindern den Christbaum für Weihnachten aus. Geschnitten werden sie erst am 18. Dezember.

Selbst für den Handel, den Kammerer beliefert, hat er erst vor wenigen Tagen die ersten Bäume abgesägt. Täglich wird hier nach Bedarf geliefert. "Die Leute fragen bei den Wiederverkäufern gezielt nach Bäumen aus der Region", weiß Kammerer. Darum gibt er zu jedem Baum einen Herkunftsflyer. Auch im Christbaumhof selbst schneidet Kammerer die Bäume täglich frisch.
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