Jubilare die stillen Stars

Groß war die Zahl der DJK-Mitglieder, die für 25, 40, 50 und 60 Jahre Treue beim Ehrenabend ausgezeichnet wurden. Von 89 waren gut über 50 gekommen. Vorsitzender Wolfgang Schwarz (sitzend, Vierter von rechts) blickte in einem interessanten Vortrag auf 87 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Bild: prh

"Wer die Jugend hat, hat die Zukunft." So lautet der Einleitungssatz im Protokoll der Gründungsversammlung der DJK am 3. Juni 1928. Wenn die Jugendlichen dann in die Jahre kommen, sind sie immer noch oder gerade deshalb wertvolle Stützen des Vereins.

(prh) Beim Ehrenabend der DJK am Freitag zeichnete Vorsitzender Wolfgang Schwarz 89 treue Mitglieder aus. In einem interessanten, mit Bildern und einem Film von Josef Steger untermalten Vortrag blickte Schwarz auf 87 Jahre bewegte Vereinsgeschichte zurück.

15 Mitglieder hoben den Verein 1928 aus der Taufe. Verbot durch die Nazis, Wiedergründung 1952, Bau der Sportanlagen oder das Überspringen der 1000-Mitglieder-Marke waren markante Eckpunkte in der Geschichte. Kurios kurz nach der Wiedergründung: "Innere Festigung und Säuberung von Leuten, die nicht in unsere Reihen passen, ist das Ziel in diesem Jahr." Damit wollte sich der Vorstand von passiven Mitgliedern trennen und nur noch auf die aktiven Sportler setzen, vermutete der Vorsitzende.

Doch gerade die passiven Mitglieder seien es, die den Verein stützen. Deshalb sei er stolz darauf, 89 Mitglieder für langjährige Verbundenheit zur DJK-Familie auszeichnen zu dürfen. Die Treue zur DJK sei groß, denn weit über 50 zu Ehrende waren gekommen. "Ein Zeichen, dass sich die Mitglieder im Verein wohlfühlen."

Bürgermeister Rupert Troppmann zeigte sich stolz auf die DJK. "Ich möchte kein einziges Jahr missen, in dem ich Mitglied im Verein bin", bekannte er. Diözesan-Kreisvorsitzender Siegfried Balk bezeichnete die Jubilare als "stille Stars". Er riet den Mitgliedern auch weiterhin in unserer hektischen Zeit auf die drei Säulen Sport, Gemeinschaft und Glaube zu setzen. Die Schlussgedanken gehörten geistlichem Beirat Pater Marek. Für ihn hat das Ehrenamt etwas mit Freizeit und Opfer bringen zu tun. "Aber man tut etwas, was man gerne tut."
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