Kälte am Feuer

Selbst die niedrigen Temperaturen und Regenschauer hielten die Besuchern nicht ab, zu den Sonnwendfeuern zu gehen. Eines der größten entzündete die Landjugend auf dem Rastenberg.

Besonders hart waren die Musiker, die an vielen Orten bei der Schafskälte für Stimmung sorgten. "Da müssen wir durch", sagte der Mann an der Technik zwischen Neustadt und Störnstein .

Der Pleysteiner Stadtpfarrer Pater Hans Ring hob an der Pingermühle die Bedeutung des Johannisfeuers als Zeichen der Sonnwende und im christlichen Glauben als Symbol für die Sonne und somit für Christus hervor. "In Feuerszungen hast du über das Volk Israel den heiligen Geist gesandt. Entzünde in unseren Herzen das Feuer deiner Liebe, damit wir in der Welt des Hasses und der Zwietracht von dir Zeugnis geben", betete Diakon Norbert Hammerl auf dem Schlossberg in Tännesberg .

Schwierigkeiten beim Anzünden gab es an mehreren Orten. Die Rauchentwicklung war am Anfang durch das feucht gewordene Holz auch am Festplatz bei der Bogenbrücke in Altenstadt/WN groß. Dennoch entwickelte sich nach kurzer Zeit ein ansehnliches Feuer, an dem sich die 70 Gäste des Burschenvereins wärmten. Kaplan Dr. Thomas Hösl segnete das Feuer in Letzau unterm Funkturm, und die Landjugend legte mit dem Bunsenbrenner nach. Das Team von Kathrin Forster und Franz-Josef Völkl verköstigte 100 Besucher mit Grillfleisch, Würsten und Käsebrezen. In Floß hielt OWV-Vorsitzender Karl Kraus seine erste Feuerrede. Für die Musik war der Posaunenchor zuständig.

"Ich nehme nur extra trockenes Weihwasser", schmunzelte Pfarrer Georg Gierl in Flossenbürg beim Segen. Mit Heu und Birken kümmerte sich die Jugendfeuerwehr darum, dass der vom Regen durchnässte Holzstoß doch noch empor loderte.

Nur langsam füllten sich die Bänke im Pavillon und den überdachten Sitzgarnituren in Weiherhammer . Viel Arbeit hatte Julian Kraus mit seinen Helfern von der Jungen Union am Holzkohlengrill. Für Wärme sorgten 400 ausgediente Christbäume.
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