Kameramann mit Frostbeulen

Freudestrahlend nimmt Bürgermeister Rupert Troppmann (rechts) seine Machtinsignien von den Narren entgegen. Bild: stn

Zum Auszug zog der Faschingsverein Punkt 11.11 Uhr ins Rathaus ein. Begleitet vom Gendarm Haslbeck und seinen Gefreiten brachten Prinzessin Anna I und Prinz Bendedikt I Stadtkasse und -schlüssel zurück

(stn ) Sie kamen nicht mit leeren Händen. Die Kasse war gefüllt mit einer Landkarte, die das Einsatzgebiet von Sissi und Franz, wie das Prinzenpaar oft bezeichnet wurde, darstellte. Passend zum diesjährigen Motto enthielt die Kasse auch einen Minimaßkrug als Symbol für die Gemütlichkeit sowie Pflaster als Trost für die Ratsherren, die bei der Februarsitzung ihren Orden nicht dabei hatten.

Sprachloser Bürgermeister

Rathauschef Rupert Troppmann gestand, dass er bei diesem Überraschungsbesuch zum ersten Mal etwas sprachlos war. Die Lacher hatte er auf seiner Seite, als er verriet, dass Stadtratskollege Thomas Hauer auch mit einer Strafe belegt worden war, obwohl er die Aktion beim DJK-Hausfasching mit eingefädelt hatte. Trotz der beengten Platzverhältnisse beim hervorragend besuchten Rathausfasching bewies Funki Sandra Bieniok ihr tänzerisches Talent.

Orden verteilte das Prinzenpaar an die Bürgermeister Ernst Schikedanz aus Altenstadt, Josef Beimler aus Waldthurn und Ludwig Markus aus Störnstein. Den Paragrafenreiterorden erhielt Bernhard Steghöfer, den Wasserorden Günter Pscheid, den Zugezogenenorden Thomas Kost sowie den Stadthallenorganisationsorden Christina Hösl.

10 Stunden Anfahrt

Die Vorsitzenden Daniel Sommer und Christian Achmann überraschten die Gäste mit einem Dokufilm über die Kreisstadt. Damit lösten sie ihr Versprechen nach der verlorenen Saalwette beim Inthroball ein. Der satirische Streifen begann damit, dass das Filmteam nach über 10 Stunden Fahrt in der kleinsten Kreisstadt Nordsibiriens eintraf. Gezeigt wurde die Fußgängerzone am Stadtplatz, geprägt von Autokolonnen, die sich durch die Innenstadt schlängelten, aber auch von "denkmalverdächtigen" Altbauten.

Immer wieder stieß die Filmcrew auf verschlossene Türen etwa beim Landrat und beim Bürgermeister. Schließlich wollte man sich bei einer Brotzeit in einer Gaststätte auf dem Stadtplatz stärken - aber auch Fehlanzeige. Aufgrund der sibirischen Temperaturen zog sich der Kameramann Frostbeulen zu, die er in der modern ausgestatteten Klinik am Felixberg behandeln lassen wollte. Aber auch hier gab es keinen Einlass. Zuflucht fanden sie schließlich in einer Zoiglstube, in der es aber weder Erdinger Weißbier noch Paulaner Lager gab. So schickten die Narrenchefs den Kameramann ( Santu Weniger aus Floß) mit der Transibirischen Eisenbahn vom Hauptbahnhof Neustadt gen Osten. Am Aschermittwoch geht es dann für den gesamten Verein nach Amberg ins Kurfürstenbad und am Abend wird dann noch zum gemeinsamen Fischessen geladen.
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