Kameras gegen Randalierer

Manchen Zeitgenossen ist Schönheit offenbar ein Dorn im Auge. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Barockgarten am Landratsamt von einigen als Flaschencontainer oder Müllplatz missbraucht wird. Die Kreisbehörde greift jetzt zu drastischen Maßnahmen.

Das Landratsamt hat sich entschlossen, den mittleren und unteren Teil des Barockgartens vorübergehend nur noch während der Dienstzeiten der Behörde öffentlich zugänglich zu machen. Landrat Andreas Meier bedauert diesen Schritt: "Er ist aber leider unumgänglich."

Landratsamtssprecherin Claudia Prößl erklärt warum: "Wir haben die Anlage mit dem Gartenfachberater für mehrere Tausend Euro neu bepflanzt. Jetzt lagen Bier- und Schnapsflaschen herum, Buchsbäume wurden ausgerissen und eine Natursteinwand mit einem Graffito verschandelt." Erst vergangenes Jahr hatten Rowdys in der Anlage eine Dachrinne und eine Mauer demoliert.

Damit sich Vandalen so etwas in Zukunft dreimal überlegen, sollen Überwachungskameras Abhilfe schaffen. "In zwei, drei Wochen sind sie installiert", kündigt Prößl an. Sie hofft auf abschreckende Wirkung, ähnlich wie am Durchgang zum Barockgarten. "Da war schon einmal eine Kamera, seitdem ist nichts mehr passiert." Bei der Polizei ist das Übel bekannt. Allerdings liegt ihr dieses Jahr noch keine Anzeige wegen Sachbeschädigung vor.

Sobald nun die Kameras installiert sind, soll der Garten wieder geöffnet werden. Prößl: "Wir wollen, dass die Bürger die wunderschöne Anlage wieder zu jeder Tageszeit und am Wochenende genießen können." Ohne dass Scherben die Wege und Beete verschandeln.
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