Klänge und Gesänge vom Feinsten

Einstand für die Instrumentalgruppe "Andrersaits": Die zwei Gitarristen, vier Hackbrettspieler und der Kontrabassist aus dem Weidener Raum überzeugten durch musikalische Vielseitigkeit. Bild: Schönberger

Anerkennung und Hochschätzung hatte Vorstandssprecher Gerhard Ludwig von der Volksbank Nordoberpfalz für das "Altbayerische Adventssingen" in der Stadtpfarrkirche St. Georg parat: "Was die Gruppen leisteten und unser Filialdirektor Bertram Erhardt auf die Beine stellte, ist sehr lobenswert."

Die Veranstaltung war ein Hochgenuss. "Es geht uns allen ans Herz", bekräftigte Vorstandssprecher Gerhard Ludwig. Das Gotteshaus samt Empore war voll belegt. Der seit November neue Altenstädter Geschäftsstellenleiter Felix Weiser führte in seinen einleitenden Worten klug auf die Veranstaltung hin.

Professionell trat der Weidener Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler mit kurzweiligen Texten auf. Seine sonore Stimme war dafür wie geschaffen. Die Worte hatte Bertram Erhardt in Oberpfälzer Mundart und hiesige Handlungsweisen übertragen. Stadler schilderte quasi den Lebenslauf des Barthl und zog dabei insbesondere den Advent mit ein.

Edle Harfen-Weisen

Wunderschöne Harfenklänge zelebrierte Martina Engelhard auf ihrem Instrument mit dem Eröffnungsstück "Was auf der Welt für Wunder geit". Während sie mit der rechten Hand die zweistimmige Melodie zupfte, glitten die linken Finger mit gebrochenen Akkorden feinfühlig und präzise über die Saiten. Ihre weiteren Titel - ebenso sicher serviert - waren die "Bischofswieser Weis'", ein Menuett aus Sachrang und ein Wiegenlied.

Einfühlsam und mit immenser Treffsicherheit selbst bei den höchsten Tönen brachte der "Irta-Zwoagesang" mit Astrid Kriechenbauer und Bertram Erhardt "In Nacht und Dunkel liegt die Erd'", "Als Maria übers Gebirge ging", "Schon läuft zu End' die Zeit" und "Geh' Briader wisst S' es". Geschickt untermalte Irene Lang am Akkordeon.

Starke Blechbläser

Ein positiver musikalischer Farbtupfer waren die Neustädter Turmbläser. Die bezaubernden Trompetenklänge von Angela Schramek und Christine Fischer sowie die satten Tenortöne von Bernhard Träger und Sepp Schwarz, ergänzt durch die ausdrucksstarken Tuba-Sequenzen von Helmut Kutz, fügten sich hervorragend ein.

Mit der "Haunshofer Weis'", dem Titel "Gnadenmutter, Allerhöchste", "Es wird scho glei dumpa" und dem zarten "Dem Himmel sei Dank", ergänzt durch Pedaltöne mit der Tuba, hatten die Blechbläser eine gelungene Auswahl getroffen. Bereits vor der Veranstaltung intonierte das Quintett von der Empore adventliche Lieder.

Ausgewogener Chor

Mehrstimmig servierte der neunköpfige AOK-Chor unter Thomas Knöbl "Ich brach drei dürre Reiselein", "Da Winter kummt", "Das ist die stillste Zeit im Jahr" und "Es mag net finster wern". Die Männer präsentierten sich mit ausgewogener Balance der einzelnen Stimmen.

Erstmals in Neustadt dabei war die Instrumentalgruppe "Andrersaits". Markus Weis und Friederike Mayer an der Gitarre, Lisa Kleber, Heidi Feneis, Christine Eller und Johanna Meier am Hackbrett sowie Rainer Ungermann am Streichbass spielten den "Ultner", den "Adventsboarischen", sowie, mit Alt- und Tenorblockflöte ergänzt, einen Landler und die "Josefsweis'".

Danach zum Zoigl

Als Schlusspunkt hörten die Zuhörer den "Andachtsjodler", den Erhardt zunächst alleine und bei der Wiederholung mit Kriechenbauer im Duett herzergreifend vortrug. Langanhaltender Beifall im Stehen war bester Lohn für die gelungenen Beiträge. Eine deftige Brotzeit beim "Waldhauser" rundete das Ganze ab.
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