Klezmerklänge ganz neu in der Stadthalle: Mal mit Reggae, mal mit Jodlern
Jiddische Gebirgsklänge

"Bairisch geht's zu und jiddisch auch, wild und rau, aber auch sanft und beseelt." So beschreibt Andrea Pancur, eine slowenische Bayerin, die Stimmung, wenn sie mit "Alpen-Klezmer" auf der Bühne steht. Dabei sei die Musik weit entfernt von zünftiger Hüttengaudi im Stodl-Sound.

Pancur hat altes gemeinsames Liedgut recherchiert, entstaubt und gemäß dem Motto "Lang lebe der koschere Gebirgsjodler" neues Material in den Rucksack gepackt. 2014 wurde sie mit dem deutschen Weltmusikpreis und dem "Innovationspreis Volkskultur 2012" der Stadt München ausgezeichnet. Am Donnerstag, 5. November, steht sie mit Szilvia Csaranko, Ilya Shneyveys, Hansjörg Gehring und Guy Schalom auf der Bühne der Stadthalle.

"Carl-s-son", die Klezmerband des Gymnasiums Neustadt, ist ebenso mit am Start, wie die Teilnehmer des Workshops "Landler und Freylekhs", der am 4. und 5. November im Gymnasium stattfindet.

"Carl-s-son hat sich in der Region und darüber hinaus durch Konzerte einen Namen gemacht", sagt Musiklehrer Andreas Kraus. Auch außerhalb der Oberpfalz seien die 18 jungen Musiker bekannt. Neben traditionellem Klezmer spielen sie Reggae und "Hardcore-Klezmer". Selbst mit "Alpen-Klezmer" standen sie nach einem Workshop in Dachau schon auf der Bühne.

Das Konzert ist auch das Abschlusskonzert des Workshops mit Teilnehmern aus Bayern. Junge und alte Musiker proben mit Andrea Pancur Gesang, Percussion mit Guy Schalom aus London sowie Akkordeon und Klavier mit Szilvia Csaranko, die aus Budapest stammt und jetzt in Hannover lebt. Ilya Shneyveys aus Riga ist für das Akkordeon zuständig und Andreas Kraus aus Weiden für die Gitarre.

Die Zuhörer erwartet ein abwechslungsreiches Konzert am Donnerstag, 5. November, um 19.30 Uhr in der Stadthalle Neustadt. Der Eintritt ist frei.
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