Kreisausschuss segnet gemeinsame Anlage in Neuhaus ab - Mehr Geld für neue Feuerwehrfahrzeuge
Bald freie Bahn für Atemschutz

Jetzt fehlt nur noch die Stadt Weiden. Wenn dort der Stadtrat am Montag die gemeinsame Atemschutzstrecke abnickt, steht dem neuen Übungsparcours für die Feuerwehren der Stadt sowie der Landkreise Tirschenreuth und Neustadt nichts mehr im Wege. Spätestens im Herbst 2016 soll er im Industriegebiet Neuhaus seinen Betrieb aufnehmen. Der Kreisausschuss gab dafür am Donnerstag grünes Licht.

Der Landkreis plant, eine Halle anzumieten. In einen Teil davon soll die Atemschutzanlage eingebaut werden. Das kostet rund 220 000 Euro. Dank der gemeinsamen Nutzung durch die beiden Landkreise und die Stadt stellt der Freistaat 90 000 Euro Förderung in Aussicht.

6500 Euro Miete

Wie sich die drei Gebietskörperschaften die Kosten aufteilen, hängt davon ab, wie sie sich die Flächen in der Halle aufteilen und wie viele Atemschutzgeräteträger sie zum Üben schicken. Fest steht, dass die monatliche Miete 6500 Euro beträgt. Dazu kommen Wasser, Strom und Telefon. In diesem Betrag sind Flächen enthalten, die der Landkreis Neustadt alleine nutzt, da er neben der Atemschutzstrecke dort sein Katastrophenschutzzentrum und Lagerflächen unterbringen möchte.

Ursprünglich war geplant, wesentlich mehr Fläche anzumieten als nur die halbe Halle. Dies scheiterte jedoch am Widerstand aus Tirschenreuth, erklärte Landrat Andreas Meier auf eine Anfrage der Grünen. Tirschenreuth hatte ursprünglich überlegt, eine eigene Atemschutzstrecke zu bauen, sich aber aus Kostengründen doch für die gemeinsame Lösung entschieden. Mit der halben Halle kommen Weiden und Neustadt den Nachbarn ein Stück entgegen. Noch eine gute Nachricht für die Feuerwehren: Es gibt im Schnitt 20 Prozent mehr Geld vom Freistaat für neue Einsatzfahrzeuge. Da Neustadt als "Raum mit besonderem Handlungsbedarf", wie es im Behördendeutsch heißt, davon besonders profitiert, lässt sich auch der Landkreis selbst nicht lumpen und erhöht seinen Anteil. Für neue Feuerwehrautos gibt es also rückwirkend ab 1. März im Schnitt 24 Prozent mehr Zuschuss.

Damit erhöht sich die Förderung etwa für das Basis-Löschgruppenfahrzeug LF 10 von 17 400 auf 22 050 Euro und für eine Drehleiter von 57 750 auf 70 890 Euro.
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