Kreistagsfraktion erkundigt sich bei Entsorgungsspezialisten des Zweckverbands Schwandorf
Müll setzt CSU unter Strom

Die CSU-Kreistagsfraktion um Vorsitzenden Stephan Oetzinger informierte sich im Schwandorfer Kraftwerk darüber, wie aus Müll Energie wird.

Verbandsdirektor Thomas Knoll erläuterte die Strukturen des "Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf" (ZMS). 17 Gebietskörperschaften von Hof bis Landshut liefern brennbaren Restmüll nach Schwandorf. Dort werden jährlich rund 450 000 Tonnen Gewerbe-, Haus- und Sperrmüll in vier Ofenlinien verbrannt. Zwischen 15 000 und 20 000 Tonnen kommen aus dem Landkreis Neustadt.

Daraus entstehen Strom, Prozessdampf und Fernwärme. 50 Prozent der Energie nutzt die Firma Nabaltec als Prozessdampf, 170 000 MWh Strom werden jährlich ins Netz eingespeist. Knoll verhehlte nicht, dass die Energiewende dem Zweckverband weh tue. Der ZMS leide unter dem Strompreisverfall. Rund 15 Millionen Euro wurden im Müllkraftwerk für die neue Leittechnik und den Leitstand aufgewandt. Revisionen sind ständig notwendig. So wird derzeit die Ofenlinie IV überholt, die übrigen drei Linien verbrennen dann täglich rund 1200 Tonnen Müll. Claudia Rupprecht führte die Kreisräte durch die Anlage und erläuterte die Arbeiten an der Entladestation, im Müllbunker, dem Kesselhaus und der Rauchgasreinigung. Bei Temperaturen über 850 Grad wird der Müll verbrannt, aus dem Rest wird Eisenschrott aussortiert. Die aufbereitete Schlacke wird in der Deponie "Matthiasgrube" abgelagert.

Nur gereinigte Rauchgase verlassen den Schornstein. Beim Kamingespräch der Klausurtagung am Abend mit Landrat Andreas Meier, Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht und Schwandorfs neuem Landkreischef Thomas Ebeling war auch die angedachte Klärschlammtrocknung Thema.
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