Kultur verbindet

Mit dem Kulturpreis 2014 zeichnete Landrat Andreas Meier (links) Georg Schmidbauer (von rechts) aus Oberbernrieth, Markus Schulz aus Pleystein und Josef Forster als Vertreter des Heimatkundlichen Arbeitskreises Waidhaus aus. Hermann Papacek (Zweiter von links) erhielt den Ehrenpreis und Wolfgang Ziegler nahm den Nachwuchsförderpreis für den Teeniechor der Pfarrei Schirmitz entgegen. Bild: bgm

Alle zwei Jahre verleiht der Landkreis den Kulturpreis für hervorragende Leistungen auf kulturellem und künstlerischem Gebiet. Erstmals gab es dieses Jahr zusätzlich einen Nachwuchsförderpreis für Personen unter 25 Jahren.

(bgm) "Über die Kultur kommen Menschen zusammen. Über die Kultur tauschen Menschen sich aus", sagte Landrat Andreas Meier über den Stellenwert von Kultur in der Gesellschaft. Die Kultur sei ein Standortfaktor für die Kommunen und die Region, koste aber natürlich auch Geld.

"In der heutigen Zeit, wo man sich als Kommune im Spannungsfeld von Einsparzwängen auf der einen und der notwendigen Förderung von Kultur als Standortressource" auf der anderen Seite befinde, falle die Entscheidung nicht ganz so einfach, wo man einsparen soll. Umso wichtiger sei es, die richtigen Schlaglichter zu setzen und die kulturell überwiegend ehrenamtlich Engagierten auch ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Acht Broschüren verfasst

Dorthin geschafft haben es drei Preisträger, die der Ausschuss für Soziales, Sport, Kultur, Ehrenamt und Schulen ausgewählt hatte. Der Heimatkundliche Arbeitskreis Waidhaus besteht zwar erst seit 2006, in dieser Zeit haben die rund 30 Mitglieder durch die Erforschung der Orts- und Heimatgeschichte aber schon einiges auf die Beine gestellt. Zum Beispiel acht Broschüren mit einer Auflage von je 300 Exemplaren, die mit geschichtlichen Fakten und Zahlen ebenso gespickt sind wie mit humorvollen Geschichten. Ferner hat der Arbeitskreis zehn Ausstellungen organisiert, bietet Kurse zum Erlernen der alten deutschen Schrift an und hat historische Dokumente digitalisiert sowie katalogisiert. Mit ihrer Arbeit wollen sie Begeisterung für ihre Heimat und deren Kultur wecken. Möglich seien diese zeitaufwendigen Arbeiten nur durch die engagierten Mitglieder, die die Heimatforschung zu ihrem Hobby gemacht haben, betonte Landrat Meier.

Die Musik ist sein Leben

Als Einzelperson ist der Waldthurner Heimatforscher Georg Schmidbauer mit dem Kulturpreis ausgezeichnet worden. Schmidbauer hat sich mit der Publikation von Schriften, Büchern und mit Vorträgen einen Namen gemacht. Zuletzt sind seine "Waldthurner G'schicht'n" und das Buch über den Berg Fahrenberg erschienen. Ein großes Anliegen ist ihm die Nachwuchsförderung. Er will jungen Menschen die Heimatkultur nahe bringen. Schmidbauer, der in vielen Vereinen aktiv ist, ist auch als Organist, Sänger und Moderator bekannt. Markus Schulz aus Pleystein ist Musiker mit Leib und Seele. Seit 1978 spielt er Blasmusikinstrumente und hat sich insbesondere der Pflege bayerisch-böhmischer Blasmusik verschrieben. Er ist Mitglied der Stadtkapelle Pleystein und unterrichtet an der Moosbacher Musikschule. 2009 gründete er die Jugendblaskapelle "Pleysteiner Bläser", in der mittlerweile 20 Musiker spielen. 2013 organisierte er das Kreismusikfest mit sieben Kapellen.

Hermann Papacek wurde für "Hermanns Kasperltheater" mit dem Ehrenpreis Kultur ausgezeichnet. "1998 habe ich mit meinem Sohn zusammen auf einem privaten Gartenfest Kasperltheater gespielt", erinnerte sich Papacek an die Anfänge. Sein Sohn habe von einem Zuschauer zehn Mark Taschengeld erhalten. "Auf der Heimfahrt sagte er dann zu mir: Papa, das könnten wir doch auch professionell machen." Mittlerweile umfasst das Repertoire 30 Stücke. Mit allen wirbt Papacek gekonnt für die heimatliche Kultur und Landschaft.
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