Kulturausschuss beklagt Zustand in der Freizeitanlage
Sportstätten im Abseits

Solche Zustände vertreiben Freizeitsportler aus der Gramau und jagen Stadträten Zornesröte ins Gesicht. Abhilfe scheint nicht so leicht. Bild: Götz
Die Diagnose stellte Achim Neupert (SPD) im Kulturausschuss: "Die Sportanlagen in der Freizeitanlage werden nicht genutzt, weil sie einfach nicht schön sind. Das höre ich immer wieder von Kindern." Über die Therapie sind sich die Stadträte noch nicht einig.

Zurück zu Neuperts Befund: Die Basketballfelder auf Teer seien nicht mehr zeitgemäß, das Beachvolleyball-Areal nicht abgegrenzt, zum Teil voller Scherben und durch dichte Büsche eingeengt, das Fußballfeld samt Zaun ebenfalls unansehnlich. Widersprechen wollte da niemand.

"Wir haben sicherlich Geld, das zu sanieren, ich muss aber wissen, wie wir es danach unterhalten können", beschrieb Bürgermeister Rupert Troppmann das Problem. Der Bauhof siebe zweimal im Jahr den Sand der Volleyballanlage durch und wechsle öfter die Netze aus. Wenn Rowdys die Arbeit dann aber wieder zunichte machten, werde die Anlage nicht schöner. Ähnlich auf dem Fußballplatz: "Da fahren manche mit Motorrädern und Autos Rallye."

Jugendreferent Stefan Linsmeier schlug vor, die Sportstätten einzuzäunen und den Schlüssel beim Wirt der Freizeitanlage zu hinterlegen. Dort könne man ihn dann gegen eine Unterschrift abholen. Peter Reiser (Freie Wähler) regte Videokameras an. Rechtlich nicht unproblematisch, meinten andere Stadträte. Troppmann sah darin ebenfalls kein Allheilmittel. "Die Leute, die unsere öffentliche Toilette verunstaltet haben, hat die Kamera nicht erwischt." Wie es aussieht, wird das Thema die Fraktionen wohl noch in den Haushaltsberatungen beschäftigen.
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