Landkreis fördert Volkshochschulen und das Landestheater - 10 000 Euro auch für die Silberhütte
Mehr Geld für die Kultur

Wenn die Kreisräte gewusst hätten, dass die zehn Aufsichtsräte der Volkshochschule Weiden für ihr Ehrenamt genauso wie Stadträte entlohnt werden, ob dann die großzügige Erhöhung der Förderung für die Einrichtung einstimmig gefallen wäre? Wie dem auch sei: Aber auch andere Einrichtungen dürfen sich über mehr Geld freuen.

Der Landkreis sendet ein Signal in Richtung Max-Reger-Stadt aus. So wollten es zumindest einige Mitglieder des Kreisausschusses am Mittwoch sehen. Alle hoben die Hand für eine Anhebung des Zuschusses für die VHS Weiden-Neustadt. 2015 überweist dass Lobkowitzerschloss immerhin 62 700 Euro, das sind 7500 Euro mehr als im Vorjahr. Mit dieser freiwilligen Leistung verbindet der Landkreis allerdings auch den Wunsch, dass die VHS eine entsprechende Zahl an Kursen im Landkreis anbietet.

Über mehr Geld dürfen sich auch die Volkshochschulen Eschenbach und Neustadt freuen. Beide werden künftig jährlich mit 50 000 Euro gefördert. Das Plus beläuft sich jeweils auf 5000 Euro. 4500 Euro werden dem Allgemeinen Sozial- und Schuldnerberatungsverein in Neustadt gewährt.

65 000 Euro fürs LTO

Dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist das Landestheater Oberpfalz (LTO). Warum dies so ist, hatte Geschäftsführer Franz Kasch im Dezember dem Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung erörtert.

Von 2010 bis 2012 hatte das jüngste Landestheater Bayerns jeweils 30 000 Euro vom Landkreis erhalten. 2013 und 2014 folgte die Aufstockung auf jeweils 50 000 Euro. 2014 wurden dann noch einmal 15 000 Euro als einmaliger Zuschuss draufgesattelt. Da es fürs Überleben des LTO dringend notwendig sei, wie CSU-Sprecher Stephan Oetzinger sagte, rang sich der Kreisausschuss durch, auch heuer die Summe von 65 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Auch die übrigen Kreisräte hofften, dass kommendes Jahr die Förderung wieder zurückgefahren werden kann. Nur Markus Heining von der ÖDP stimmte gegen den Beschluss: "Das ist das falsche Signal." Schon die bisherige Förderung sei übermäßig gewesen.

Schließlich stand noch ein Antrag des Förderkreises Skilanglaufzentrum Silberhütte zur Diskussion. Er verweist darauf, dass alle Maßnahmen, auch die heuer vorgesehene Fertigstellung der Biathlonanlage, finanziert werden könnten. Problematisch sei allerdings die Deckung des laufenden Unterhalts. Zum Einsatz und zur Pflege modernster Pistenraupen und der Beschneiungsanlage sowie der Betreuung der Gebäude musste ein Techniker eingestellt werden. Die Folge sei ein Fehlbetrag von 50 000 Euro. Die Kreisräte wollten die gute Arbeit, die auf der Silberhütte grenzüberschreitend geleistet werde, nicht in Frage stellen und sprachen sich für einen Zuschuss von 10 000 Euro aus.

Ärgerlich sei es aber, dass der Förderkreis Personal eingestellt habe, ohne zu wissen, wie dieses finanziert werden könne, kritisierte Oetzinger. Er vermisste auch ein größeres Engagement vom Landkreis Tirschenreuth, auf dessen Areal sich das Langlaufzentrum befinde. SPD-Sprecher Günter Stich sah gar die Gefahr einer Dauer-Subventionierung. Trotzdem dürfe sich der Landkreis seiner Verantwortung für die Region nicht entziehen.

Auch Sportler gefordert

Landrat Andreas Meier machte mit Blick auf den Wunsch des Förderkreises, künftig sollte ein Zweckverband die Einrichtung absichern, deutlich, dass er davon nicht viel halte. Der Sitzungsleiter verwies darauf, dass sich auch die Nutznießer des Langlaufzentrums, finanziell beteiligen müssten. (Im Blickpunkt)
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