Landkreis-Musikfestival betritt völlig neue Wege - Drei Newcomer-Bands in der Wurzer ...
Sechssaitige statt Diatonische

Landrat Andreas Meier betont gern, dass er am Kurs seines Vorgängers Simon Wittmann nichts auszusetzen hat. Im Kulturbereich schlägt er aber ganz neue Töne an. Er beerdigt das Volksmusikfestival mit dem sperrigen Namen "Singender und klingender Landkreis" und lässt dafür junge Leute auf den Putz und in die Saiten hauen.

Das Ganze hat jetzt einen poppigen Namen und nennt sich "NEW Musics". Dazu hatte der Landkreis im Frühjahr via Facebook einen Namenswettbewerb gestartet. Gewonnen hat ihn Hannes Gilch aus Vohenstrauß.

Ganz ohne Risiko ist das neue Format nicht. Der singende, klingende Landkreis hat sich in 14 Jahren eine treue Anhängerschaft herangezüchtet. Bodenständige Klänge und von Landrat Wittmann vorgestellte Weine haben Hunderte Zuhörer angelockt. Doch wer auf die "Zupfer-Moidln" oder die "Eschenbacher Stodtberg-Sait'n" steht, wird am Samstag, 10. Oktober, um 20 Uhr wohl kaum in die große Wurzer "O'Schnitt"-Halle pilgern. Dort gibt es Indie-Rock, krachendes Crossover und Bayern-Comedy.

"Wir wollten nach so langer Zeit einfach mal was Neues ausprobieren", erklären Meier und Kulturreferentin Barbara Mädl. Ob es klappt, werden die Besucherzahlen zeigen. Karten sind durchaus noch vorhanden.

Freilich sprechen die Namen der Bands dafür, dass der Abend kein Reinfall wird. "William's Orbit" sind längst der funkelndste musikalische Exportartikel der Region. Auch die Gaudiburschen von "Barbari Bavarii" haben unter anderem schon in München bewiesen, wie man einen Saal wackeln lässt. "404 Whizzkids" aus Vohenstrauß haben ebenfalls ein breites Repertoire drauf.

Nächstes Jahr kann "NEW Musics" ganz anders aussehen und klingen. "Alles ist möglich, lasst euch überraschen", heißt es dazu aus dem Kulturamt. Das heißt, dass auch der Veranstaltungsort wechseln soll. Jetzt sind aber erst mal die Newcomer-Bands dran. Und eine neue Moderatorin: Margit Ringer vom Bayerischen Rundfunk wird gemeinsam mit Landrat Meier durch den Abend führen. Karten gibt es für sieben Euro an der Abendkasse und bei nt-ticket.de.
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