Landkreis stellt Weichen für digitalisierte Rettung
836 Funkgeräte

Am 1. Januar soll der Digitalfunk für Rettungsdienste sowie Feuerwehr, Polizei, THW und andere in der Oberpfalz eingeführt werden. Dazu bedarf es eine neue Einrichtung namens Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB). Sie muss unter anderem den Funkbetrieb sicherstellen, Störungen im Netz beheben und Funkgeräte warten.

Der Rettungs-Zweckverband mit seiner Integrierten Leitstelle (ILS) hat angeboten, diese Aufgabe für seine Mitglieder - die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden - zu übernehmen. Weiden lehnt dies mit der Begründung ab, die Berufsfeuerwehr der Stadt könne so etwas billiger erledigen.

Neustadt und Tirschenreuth halten aber weiterhin daran fest, die TTB dem Zweckverband Rettungsdienst zu übertragen. Dafür stellte der Kreisausschuss die Weichen. Er beschloss die Anschaffung von 836 hochmodernen Digitalfunkgeräten für Feuerwehren und Katastrophenschutz. Das kostet rund 63 000 Euro. Das ist der Neustädter Anteil von 54 Prozent. Auf Tirschenreuth entfallen 46 Prozent für 712 Geräte.

Hätte Weiden noch mitgemacht, müsste die Stadt 5 Prozent oder 88 Funkgeräte zahlen. Dass sie die TTB-Aufgaben nun selber übernehmen will, entlockte CSU-Fraktionschef Stephan Oetzinger eine Spitze. Die Entscheidung der Weidener sei "bemerkenswert".
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