Landwirtschaftsministerium wirbt in Neustadt nachdrücklich für ein Auslandspraktikum - ...
Appell an die Jugend: "Schaut euch um!"

Ministerialrat Dr. Michael Karrer warb vehement für ein Auslandspraktikum. Bild: fz
(fz) Kanada, Australien, Neuseeland, die USA, Japan, ja sogar Russland und europäische Länder bieten sich zum Blick über den eigenen Hof hinaus an. Ein Auslandspraktikum ist eine Investition in die persönliche und betriebliche Zukunft. Wenn nicht jetzt, wann dann?

In Projekttagen zum Auslandspraktikum wurde den Landwirtschaftsschülern aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) auf dem Felixberg die Möglichkeit eines Auslandspraktikums im Praxisjahr aufgezeigt. Die Gemeinschaftsaktion von Berufsschule, Amt für Ernährung, Landwirtschaft (AELF), Forsten und Bayerischer Bauernverband will die Berufsausbildung der Schüler aus der Landwirtschaft, dem Gartenbau und der Hauswirtschaft ergänzen.

Wie AELF-Leiter Dr. Siegfried Kiener erläuterte, sei die Berufsausbildung in diesem Bereich dual. Was die Schule betreffe, sei das Kultusministerium zuständig und für die betriebliche Ausbildung sein Amt. Zudem engagiere sich der Bauernverband bei den Praxisangeboten. "Weil wir in Weltmärkte exportieren, müssen wir diese auch kennen", sagte Kiener. Darum sein Appell an die Jugendlichen: "Schaut euch um!"

Der stellvertretende Leiter des Berufsschulzentrums Rainer Butz sprach von einem interessanten Angebot, das auf die jungen Leute warte. Die beiden BBV-Kreisobmänner Josef Fütterer (Neustadt/WN) und Ely Eibisch (Tirschenreuth) machten den Jugendlichen Mut: "Ihr seid jung, ihr habt Eltern zu Hause auf euren Höfen, versucht jetzt diese Zeit zu nutzen".

Ministerialrat Dr. Michael Karrer, Bildungsreferent im Landwirtschaftsministerium, warnte vor der Tendenz "Jje schneller ich fertig bin, desto schneller kann ich im Betrieb zu Hause arbeiten". Bildung brauche Zeit. "Versucht eure Eltern zu überzeugen, dass sie euch den Freiraum für ein Auslandspraktikum geben", appellierte er an die Jugendlichen. "Wir vom Ministerium wollen das Interesse fördern und den Einstieg erleichtern." Dabei setzt man auf Auslandsbetriebe, die zertifiziert seien. Die bayerischen Landwirte seien stark in Europa. Um das zu bleiben, müsse man die Offenheit haben, Neues in der Welt zu hinterfragen.

BBV-Geschäftsführer Hans Winter sprach die Voraussetzungen für junge Berufstätige und Studierende des Agrarbereichs und der Hauswirtschaft an. Voraussetzung sei zumindest eine abgeschlossene Berufsausbildung. Natürlich gebe es auch finanzielle Unterstützung. Über all das und vieles mehr informiert die BBV-Broschüre "Neues lernen und erleben".
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