Lieder für Uganda

Die Frauen und Männer von "Cantart" meisterten deutsches, englisches, italienisches, irisches und spanisches Liedgut zugunsten eines Ausbildungszentrums der Franziskaner in Ostafrika. Bild: gag

Aller guten Dinge sind drei Schulen. Die Franziskaner-Missionsstation im ugandischen Kakooge hat nach einer Grundschule und einem Mädchengymnasium im Frühjahr ein Berufsausbildungszentrum eröffnet. Das Geld dafür stammt zum Großteil aus Spenden, die Pater Stanislaus vom Kloster St. Felix gesammelt hat.

Einen stolzen Beitrag für die Missionsstation hat die Firma Witron beigesteuert, die auch bei der Einweihung vertreten war. "Das Gebäude braucht nun Maschinen, Werkzeuge und Möbel", erklärt Guardian Pater Stanislaus.

"Bisher wollten wir das Berufsbildungszentrum in erster Linie für die jungen Männer, damit sie einfache Arbeiten und Handwerk erlernen. Inzwischen drängen immer mehr Mädchen hinein, die als Näherin oder Sekretärin ausgebildet werden möchten." Am 27. und 28. November wird Pater Stanislaus wieder in Uganda sein. Dann kommt Papst Franziskus auf seiner Afrikareise nach Munyonyo, um dort die neue Kirche zu segnen. Stanislaus hofft, den Papst bei einer Führung für das Kakooge-Projekt interessieren zu können.

Nicht übermäßig besucht

Für das Ausbildungszentrum gaben neun Mitglieder des Chores "Cantart" unter der Leitung von Elisabeth König ein Benefizkonzert in der Felixkirche. Das miserable Sonntagswetter hat wohl einen größeren Besucherandrang verhindert. Zum afrikanischen Choral "Mojana" schritten die Sänger langsam zum Altar. Besinnlich war der erste Teil des Konzerts mit Liedern wie "Ich wünsche dir Zeit", "Schließ deine Augen", oder dem spanischen "Santo" mit Gitarrenbegleitung von Elisabeth König.

Von Hoffnung sprach der Text, den ein Chormitglied vortrug. Diese Hoffnung müsse "Hände finden, die zupacken können und zärtlich sind, Worte bekommen, um zu den Menschen zu sprechen, und Füße, um zu ihnen zu gehen". Wunderschön klangen das Instrumentalstück "Tabita" für zwei Querflöten, Blockflöte, Oboe und Gitarre und das bekannte "La pulce d'acqua" mit Flöte, Cajon, Querflöte und Gitarre.

Mit klaren, hellen Stimmen sang der Chor von Engeln, die uns beschützen, von Gottvertrauen und Frieden. "Let my light" oder "Here I am Lord" auf Englisch, "Tu lo sai, Signore" auf Italienisch oder Irische Segenswünsche verbreiteten internationales Flair.

Immer wieder streuten die Musiker nachdenkliche Texte ein. Gespannt und still lauschten die Zuhörer der über eineinhalbstündigen Darbietung und klatschten anschließend begeistert Beifall.
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