Maßnahme verteuert sich erheblich - "Steinwaldgruppe" rechnet heuer mit Rekord-Wasserverkauf
Tiefbrunnen: große Steine im Weg

Die Sanierung des Tiefbrunnens 1 in Oed bei Parkstein gestaltet sich erhebliche schwieriger als gedacht. Die Brunnenbauer mussten große Gesteinsbrocken aus dem Weg räumen. Bild: hfz
Die Sanierung des Tiefbrunnens 1 in Oed bereitet der "Steinwaldgruppe" Probleme. Stefan Wagemann vom Büro R&H Umwelt GmbH, Nürnberg, berichtete im Werkausschuss des Zweckverbandes gleich von verschiedenen Erschwernissen. So musste zur Sicherung des Bohrlochs bis zu einer Tiefe von 25 Metern ein Schutzrohr über die bestehende Bohrung gebracht werden, dem wesentliche Teile des Brunnenhauses zum Opfer fielen.

Im weiteren Verlauf machten größere Gesteinsbrocken Probleme, die nur aufwendig behoben werden konnten. Insoweit wichen die tatsächlichen Bodenverhältnisse von den nach der Ursprungsbohrung angefertigten Plänen ab. Die mit 385 000 Euro geplante Sanierung hat sich bereits um 60 000 Euro verteuert.

Keine Alternative

Der Werkausschuss hält jedoch an der Weiterführung fest, da der Tiefbrunnen zur dauerhaften Versorgung in der Region notwendig sei und eine Ersatzbohrung mit Rückbau des alten Tiefbrunnens deutlich teurer würde.

Wie Geschäftsleiter Bernhard Eigner bekanntgab, wurde 2013 steuerlich mit einem Minus von 37 600 Euro geschlossen. Grund dafür waren der zurückgegangene Wasserverkauf sowie der Anstieg der Stromkosten. Für 2014 sehe es aber deutlich besser aus, werde doch mit einer Rekordabgabe von mindestens 2,7 Millionen Kubikmeter Wasser an die Gemeinden gerechnet. Neben der trockenen Witterung seien dafür auch einmalige Mehrlieferungen verantwortlich.

Wenig Nitrat im Wasser

Bei der Bundesnetzagentur hat der Zweckverband angezeigt, dass er mit dem Netzbetreiber Bayernwerk eine individuelle Vereinbarung zu den Netzentgelten abschließen will. Die "Steinwaldgruppe" verpflichtet sich dabei, innerhalb von Tageszeiten mit allgemein intensiver Stromabnahme selbst nur geringen Stromverbrauch zu haben, um dann in Zeiten mit allgemein niedrigem Energieverbrauch den Betrieb wieder hochzufahren. Dabei ist die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet. Für den Zweckverband ergeben sich heuer Einsparungen für 2014 von 55 000 Euro.

Bekanntgegeben wurde die Beauftragung des Energietechnologischen Zentrums (etz) Weiden bei der Einführung eines Energiemanagementsystems. Hier will der Zweckverband auch künftig von Stromsteuerrückerstattungen profitieren und gleichzeitig Energiekosten einsparen. Keine Beanstandungen ergaben die Untersuchungen zur Wasserqualität. So liegt der Nitratwert im Gewinnungsgebiet Oed bei 2,4 Milligramm pro Liter. Der EZ-Grenzwert beträgt bei 50 Milligramm. Die Gemeinde Irchenrieth wird zum Jahreswechsel den Wasserlieferungsvertrag um 10 000 Kubikmeter erhöhen. Es wurde in Aussicht gestellt, bereits jetzt von diesem Kontingent Mehrmengen abnehmen zu können.

Ebenso wurde der Gemeinde Altenstadt/WN eine Ausnahmegenehmigung zum Bezug von Wasser von den Stadtwerken Weiden erteilt, wobei nur geringfügige Mengen über einen erstellten Notverbund abgenommen werden, um die Verkeimung dieser Verbundleitung zu verhindern.
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