Modern und heimattreu

Andreas Fulterer und seine Band traten in der Stadthalle auf. Viele Zuschauer kamen nicht. Diejenigen, die da waren, zeigten sich begeistert. Bild: bey

Ein Konzert der Extraklasse mit Andreas Fulterer und seiner Band erlebten die Zuschauer in der Stadthalle. Der Südtiroler Sänger präsentierte seinen Fans ein Programm fernab vom Klischee seiner musikalischen Vergangenheit, modern und dennoch mit einem großen Hauch Heimatverbundenheit.

Zum grandiosen Erlebnis dieses Abends trug vor allem die fulminante Videoshow bei. Passend zu jedem Titel servierten die Techniker am Mischpult den richtigen Film. Beachtenswert war aber auch die Band des Südtiroler Sängers: bestens mit jedem Instrument besetzt, dazu zwei Chormitglieder, die sich als Solistinnen im Gesang und mit dem Saxofon nahtlos in die hohe musikalische Qualität einfügten.

Gegenüber vielen anderen sogenannten Livekonzerten ist hervorzuheben, dass Fulterer und seine Band live sangen und spielten, während von einigen musikalischen Gruppen oft nur "Lippenbekenntnisse" im Vollplayback zu hören sind.

Mit einer großartigen Hymne an die Südtiroler Heimat begann Fulterer sein Konzert. "Hallo Heimat" hieß der erste Titel, dazu sahen die Zuschauer den Videofilm von Kastelruth, dem Schlern, der farbenprächtigen Fronleichnamsprozession in Kastelruth und schließlich auch den Südtiroler Speck. Fulterer hat in sein Programm viele bekannte Titel anderer Interpreten aufgenommen. Und als beim Titel "So nah am Feuer" zum ersten Mal Claudia Schott mit ihrem Saxofon einstimmte, kam bei den Besuchern Gänsehautgefühl auf. Bei einem musikalischen Ausflug nach Paris stand Sängerin Rita im Mittelpunkt.

Im zweiten Teil kam der heißersehnte Nummer-Eins-Titel "Donna Blue", der später noch einmal als Zugabe folgte. Bei "Südtirol, ich vermisse dich" griff Fulterer zur Gitarre. Eindrucksvoll war das Abba-Medley mit den beiden Sängerinnen Rita und Claudia. Auf der Videowand liefen dazu Ausschnitte aus dem Film "Mamma Mia" mit Maryl Streep.

Fulterer hat das Programm seines Konzertes "Hallo Heimat 2015" so zusammengestellt, dass sich italienische und deutsche Texte ausgewogen miteinander zu einer musikalischen Einheit verbinden. Stürmischer Beifall und die Rufe nach Zugaben ließen Fulterer und seine Band noch zweimal auf die Bühne kommen, ehe nach dem Abschluss mit "Joana" an diesem wunderbaren Abend die Lichter in der Stadthalle ausgingen.
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