Motor und Kümmerer

Der neue Ehrenbürger Gerd Werner trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Von links: Landrat Andreas Meier und Vorgänger Simon Wittmann, Sparkassenchef Josef Pflaum, Bürgermeister Rupert Troppmann, Ehefrau Johanna Werner, Dritter Bürgermeister Heribert Schubert, Ehrenbürger und Altlandrat Anton Binner und Zweiter Bürgermeister Heinrich Meier. Bild: stn

Bürgermeister Rupert Troppmann verlieh seinem Amtsvorgänger Gerd Werner im Sparkassensaal die Ehrenbürgerwürde. Außer dem Altbürgermeister trägt nur noch Altlandrat Anton Binner diese höchste Auszeichnung der Stadt.

"Gerd Werner hat in seiner 30-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit für die Stadt, davon 24 Jahre als Bürgermeister und sechs als Stadtrat, sehr nachhaltig für Neustadt gewirkt", lobte Rathauschef Rupert Troppmann. Werner hat sich viermal dem Votum der Bürger gestellt. "Er musste dabei für die geleistete Arbeit Rechenschaft ablegen und erhielt immer wieder einen großen Vertrauensbeweis."

Als Werners große Projekte nannte Troppmann die Umfahrung der Kreisstadt durch den Tunnel, der mit der Störnsteiner Spange erst die Sanierung der Innenstadt ermöglichte. "Durch die Ausweisung mehrerer Baugebiete schuf er die Grundlage für eine kontinuierliche Stadtentwicklung." Die unter Werner gebaute Stadthalle feierte schon zehnten Geburtstag. "Sein erstes Großprojekt war die Gestaltung der Freizeitanlage mit Campingplatz, Wohnmobilstell- sowie Bolzplatz mit Volleyballfeld."

Hilfe bei Sorgen und Nöten

Sicherlich sei bei den Entscheidungen auch immer der gesamte Stadtrat mit eingebunden gewesen. Aber es braucht trotzdem einen Mann an der Spitze, einen Motor, einen Kümmerer." Troppmann erinnerte, dass die kleinen persönlichen täglichen Probleme oft viel mehr Zeit beanspruchten als große Entscheidungen. Als Bürgermeister sei man Ansprechpartner für Anliegen vom Schneeräumdienst über finanzielle Sorgen und Wohnungsnöte bis hin zu Problemen um den Arbeitsplatz.

Besonders freute sich der Rathauschef über die Anwesenheit der Stadträte, die Werner auf seinem kommunalpolitischen Weg begleiteten. "Sie alle haben ein Stück Stadtgeschichte mitgeschrieben."

Landrat Andreas Meier sprach von einer goldrichtige Entscheidung. Neben dem politischen Engagement Werners auf Kreisebene lobte Meier auch die Person des Altbürgermeisters. "Er war einer der ersten, der bei meiner ersten Bürgermeisterversammlung auf mich zukam und mich begrüßte." Meier nannte Werner einen Freund der Bürger und Vorbild für junge Politiker.

Sparkassenchef Josef Pflaum anerkannte, dass Werner als Verwaltungsratsmitglied die Geschicke des Geldinstituts positiv mitgelenkt habe. "Mehr als 30 Jahre Sparkassengeschichte tragen auch deinen Stempel." Dies sei die längste Zeit seit der Fusion 1976, in der jemand ununterbrochen im Verwaltungsrat tätig war.

Sichtlich gerührt dankte der Geehrte für die außergewöhnliche Auszeichnung, die der Stadtrat einstimmig beschlossen hatte. Insgesamt war er 53 Jahre für die Stadt tätig. Am 1. August 1961 startete Werner beim damaligen Geschäftsleiter Georg Reber die Ausbildung als Verwaltungslehrling. Der damalige Stadtrat habe seine erste Bewerbung abgelehnt, weil man ihm seine weiteren Lebensweg nicht verbauen wolle, schmunzelte der Altbürgermeister.

Für die Bürger da

Er erinnerte an die hervorragende 22-jährige Zusammenarbeit mit dem viel zu früh verstorbenen Geschäftsführer und Freund Sigi Fichtner. Er sei immer der Grundeinstellung "Stadt, Stadtrat und Stadtverwaltung sind für die Einwohner da, nicht umgekehrt" treu geblieben. Troppmann übergab die Urkunde sowie die große Goldmünze der Stadt. Dann folgte der Eintrag ins Goldene Buch. Die Gruppe Cantabile musizierte.
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